12.02.2011

Zensus 2011

Zensus 2011

Coburg - In der zweiten Maiwoche werden etwa 160 amtlich neugierige Menschen zwischen Rottenbach im Norden und Kaltenbrunn im Süden des Landkreises Coburg an den Haustüren klingeln. Etwa 4500 Bürger der Stadt Coburg und 9500 des Landkreises werden Auskunft geben müssen, wie viele Leute im Haushalt leben, ob man ledig oder verheiratet ist, welche Schulbildung sie haben und was sie arbeiten. "Die Höhe des Einkommens wird nicht gefragt", räumt Kristina Tapfer einen weitverbreiteten Irrtum aus. Sie ist bei der Stadt Coburg für die Datenerfassung hauptsächlich verantwortlich.

In der Zeit zwischen dem 9. Mai und dem 31. Juli werden die 160 Interviewer im Auftrag des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung Klinken putzen. "Um für morgen zu planen, brauchen wir heute schon die richtigen Zahlen", argumentieren die Statistiker. Neun Seiten, einschließlich der rechtlichen Grundlagen, umfasst der Fragebogen. Diesen zusammen mit dem Interviewer, allein oder per Internet auszufüllen, ist per Gesetz verpflichtend. Wer sich der amtlichen Haushaltsbefragung widersetzt, riskiert im schlimmsten Fall ein Zwangsgeld von 500 Euro.

Personen ausgewählt

"Die Adressen und Personen hat das Statistische Landesamt schon ausgewählt", sagt Kristina Tapfer. "Wer dabei ist, bemerkt dies erst, wenn der Interviewer vor der Wohnungstüre steht." Schriftlich sind sie und ihre Kollegen sowie die Interviewer zur absoluten Verschwiegenheit extra verpflichtet worden. "Auch Ämter der Stadt oder des Landratsamtes bekommen keine Informationen", so Julia Bott. Die Fragebögen gehen direkt und nur an das Statistische Landesamt. Auch wenn etwa die Einwohnermeldeämter gerne wüssten, was in den Bögen steht - nur die zusammengefassten anonymisierten Daten veröffentlichen die Statistiker. Damit sichergestellt ist, dass keine Angaben in die falschen Amtsstuben gelangen, ist die Erhebungsstelle für den Zensus 2011 in eigenen, von der restlichen Stadt- und Landkreisverwaltung getrennten Büros untergebracht.

Die Interviewer - etwa die Hälfte der 160 nötigen Helfer sind schon gefunden - sind und werden geschult, um manche vielleicht etwas unverständliche Frage zu erläutern. Auch ausländische Mitbürger können bei dem Zensus befragt werden. Deshalb sind Sprachkenntnisse jeder Art bei den Interviewern auch gefragt. Für die in der Regel abendlichen Besuche bekommen die Interviewer sieben Euro je Befragtem, füllt der Bürger den Fragebogen alleine oder online aus, sind es immerhin noch jeweils zwei Euro Aufwandsentschädigung.

Wer am Zensus 2011 mitarbeiten möchte, kann sich bei Kristina Tapfer in der Ketschengasse 11, unter der Telefonnummer 09561/89-3153, oder per Mail unter zensus@Ccoburg.de melden.

Neue Presse Logo Christoph Winter

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