02.09.2010
Wohnung für die Fledermaus
Ein bundesweites Pilotprojekt zum Schutz von Fledermäusen begutachteten bei einer Baustellenbegehung Verantwortliche der Stadt Rödental: Ein künstlicher Keller mit vier Räumen und einem Rauminhalt von 350 Kubikmetern. Die Fledermäuse im Froschgrundbereich sind zu schützen, lautet eine Auflage im Planfeststellungsverfahren zum Bau der B 999, also der Rödental-Umgehung, die in jedem Fall einen erheblichen Eingriff in die Natur bedeutet. Deshalb entstanden gleich neben der neuen Itzbrücke zwischen Unter- und Oberwohlsbach neue Räume für die schützenswerten "Großen Mausohr-, Mops- und Bechsteinfledermausarten", wie Hartmut Puff (.2. von rechts) von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes erläuterte. Die "Vier-Zimmer-Wohnung" mit den Mauerspalten und mit verschiedenen Klimazonen verursacht immerhin einen Kostenaufwand von 150 000 Euro, was, wie festgestellt wurde, nur einen ganz geringen Anteil an den Gesamtbaukosten B 999 ausmacht.