02.08.2011
Verregnetes Lichterfest
Wildenheid - Die 37. Auflage des traditionellen Lichterfestes ist vorbei und die Aufräumarbeiten beginnen turnusgemäß am frühen Sonntagmorgen. Doch anders als bei den vier vorangegangenen Festen macht dieses Mal der Wettergott dem Veranstalter, Hannes Muff, einen Strich durch die Rechnung. Bis 16 Uhr regnet es permanent und die Temperaturen klettern auf maximal 15 Grad. "Gegen Mittag erwogen wir sogar eine Absage", erläutert Muff der Neuen Presse.
Nur ein Drittel
Doch wer den Wirt aus Ketschenbach kennt, der weiß, dass ihn auch Regen und Kälte nicht stoppen können. "Wir ziehen das Ding jetzt durch. Gegen 16 Uhr hört der Regen auf und es kommen Besucher", verspricht er. Und tatsächlich hört es zur prognostizierten Zeit auf, wie aus Kannen zu gießen. Wie immer in den letzten Jahren entscheiden sich dann die Freunde des Lichterfests erst spät, in den Neustadter Stadtteil zu pilgern.
Doch "nur ein Drittel der normalen Besucherschar kam", bilanziert Muff. Und das ist zu wenig, finanzieller Verlust droht. "Denn so eine Illumination geht gleich in die Zehntausende Euro", sagt Muff. Freilich brauchten die, die dennoch gekommen waren, ihren Besuch nicht zu bereuen. Der zur Naturbühne mutierte Waldfriedensee präsentiert sich wieder als Farbspektakel par excellence, als gegen 22.30 Uhr Lasershow und Feuerwerk starten.
Stimmung kommt auf, die Leute klatschen bei dem einen oder anderen Szenario, das die Raketenvirtuosen an den pechschwarzen Nachthimmel zaubern. Dazu powert ein Laser bizarre Bilder und Worte über die Wasserfläche. Das überwiegend jugendliche Publikum, dem auch die 16-jährige Annika aus Neustadt angehört, findet das Spektakel wieder "voll geil".
Auch der große Wasserfall fällt schließlich kaskadenartig wieder in den schwarzen Schlund des Waldfriedensees und ermutigt zahlreiche Besucher zu zustimmenden "Oh's" und "Ah's". Auf Nachfrage der Neuen Presse, ob es denn eine Fortsetzung im kommenden Jahr geben wird, kommt die trockene Antwort von Muff "kein Kommentar".