31.03.2011

Treffpunkt für Alle

Treffpunkt für Generationen

Bad Rodach - Der historische Wallgraben in Bad Rodach soll zu einem für Jung und Alt attraktiven Freizeit- und Erholungsraum werden. Bei seiner Sitzung am Montag stimmte der Stadtrat der grundlegenden Erneuerung des Areals um die alte Stadtmauer einhellig zu.

Nach aktuellem Planungsstand sollen in die Neugestaltung rund 1,9 Millionen Euro investiert werden. Dabei geht Bürgermeister Gerold Strobel davon aus, dass die Stadtkasse durch das Vorhaben nicht belastet wird. So habe der Bad Rodacher Ehrenbürger Klaus Habermaaß, der das Projekt angestoßen hat, eine "maßgebliche finanzielle Unterstützung" zugesagt. Übrige Kosten hofft die Stadt aus Fördermitteln bestreiten zu können.

Wo einst ein Feuerteich lag, soll ein Platz mit begehbarem Wasserbecken sowie Spiel- und Sitzgelegenheiten den Zugang zum neuen Wallgraben bilden. Am Kräutergarten ist ein Spielplatz für Kleinkinder geplant. Wie Landschaftsarchitekt Thomas Wirth betonte, werde an dieser Stelle besonders deutlich, dass der Wallgraben zum Treffpunkt der Generationen werden soll.

Das alte Brauhaus soll ein Rosengarten ersetzen. Als Alternative stellten die Planer einen Hopfengarten mit Erhalt des alten Braukellers vor. Nach Abbruch des nicht mehr genutzten Schulgebäudes ist auch eine Neugestaltung des Schlossplatzes vorgesehen. Entstehen könnte ein Festplatz mit einer belastbaren Schotterrasenfläche, eingerahmt von Bäumen, einer Bühne und Parkplätzen.

In den nächsten Wochen sollen die Pläne in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. "Wir wollen in die Gänge kommen", betonte der Bürgermeister. So schnell wie möglich wolle die Stadt Fördermittel beantragen.

Fördermittel erhält die Stadt auch für den Ausbau des Kanalnetzes in Mährenhausen und Sülzfeld. Die Baukosten betragen rund 2,2 Millionen Euro. Darin enthalten ist die Verlegung von Kabeln für Strom und Internet durch die Stadtwerke. Der städtische Anteil beträgt voraussichtlich rund 800 000 Euro. Nach den Worten des Bürgermeisters ist es die vorerst "letzte große Investition in die Abwasserreinigung". In allen Stadtteilen wie in Bad Rodach selbst befinde sich das Kanalnetz in einem guten Zustand.

Lückenschluss

Der von der Staatsregierung vorgestellte Ausbauplan für die Staatsstraßen fand in Bad Rodach ein zwiespältiges Echo. Einerseits begrüßte der Stadtrat, dass der "Lückenschluss" der Staatsstraße 2205 zwischen dem Coburger Stadtteil Bertelsdorf und Wiesenfeld höchste Priorität genießt. Schließlich gilt die Staatsstraße 2205 als wichtige Verbindung zwischen Bad Rodach und der Vestestadt.

Auf der anderen Seite können die Rodacher, geht es nach dem Ausbauplan, noch lange auf eine Umgehung der Stadt warten. Für dieses Vorhaben gelte lediglich "Dringlichkeit 2", sagte Hauptamtsleiter Uwe Schmidt. Konkret bedeute dies, dass mit dem Bau einer Umgehungsstraße nicht vor dem Jahr 2025 zu rechnen sei. Dass dies für einen Kurort eine viel zu lange Wartezeit sei, darin waren sich Stadträte und Bürgermeister einig. Der Stadtrat richtete daher den Appell an die Staatsregierung, die Umgehung als Ersatz für die stark befahrene Ortsdurchfahrt in eine höhere Dringlichkeitsstufe aufzunehmen.

Die Dorferneuerung in Rudelsdorf kann weitergehen. Der Stadrat stimmte der Sanierung des Backhauses und dem Bau eines Pavillons zu. Die Stadt steuert zu den Bauvorhaben mit Kosten von rund 46 600 Euro einen Anteil von rund 30 300 Euro bei.

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