22.02.2012

Spiel mit dem Feuer

Spiel mit dem Feuer

Coburg - Wie gefährlich das Zündeln ist, mussten am Montag drei Jugendliche schmerzhaft erfahren. Die zwei 14-jährigen Jungen und eine 18-jährige junge Frau hatten im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Mühlgasse leichtsinnig mit einer Spraydose und einem Feuerzeug hantiert. Wie die Polizei mitteilte, verursachte das an die Dose gehaltene Feuerzeug am frühen Abend eine Stichflamme.

Während einer der Jungen und die 18-Jährige mit leichten Verbrennungen ins Klinikum Coburg eingeliefert wurden, zog sich der andere 14-Jährige schlimmere Verletzungen zu. Das Kind erlitt Verbrennungen zweiten Grades und musste per Rettungshubschrauber in eine Nürnberger Spezialklinik gebracht werden. Bezüglich seines Gesundheitszustandes, so Kai Hoffmann von der Pressestelle der Polizeidirektion Oberfranken, gäbe es keine neuen Erkenntnisse. Wie die Neue Presse allerdings erfuhr, liegt der 14-Jährige mittlerweile auf der Normalstation. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.

Ein Anwohner hatte gegen 19.15 Uhr einen lauten Knall vernommen und daraufhin die Rettungsleitstelle verständigt. Kurz darauf waren mehrere Polizei- und Rettungswagen vor Ort. Bis zum Kaufhof auf der Löwenstraße reihten sich die Fahrzeuge - für einen Einsatz dieser Größenordnung ein ganz normaler Vorgang, wie Volker Drexler-Löffler erklärt. "Es werden zwar im Vorfeld die wichtigsten Fragen geklärt, aber man weiß nie, wie sich alles vor Ort noch entwickelt", erklärt der Leiter des BRK-Rettungsdienstes.

5000 Euro Schaden

Zwei Rettungswagen, ein Notarztwagen und die Einsatzleitung seien immer vor Ort. Hinzu kommen zusätzliche ehrenamtliche Einsatzkräfte. "Die Situation kann sich anders darstellen, als man erwartet. Da ist es immer besser, mehr Leute vor Ort zu haben. Abspecken kann man immer noch", so Drexler-Löffler.

Bezüglich des Vorfalls, bei dem ein Sachschaden von 5000 Euro entstand, hat der Kriminaldauerdienst Coburg die Ermittlungen aufgenommen. Allerdings werden aufgrund der eindeutigen Sachlage die Nachforschungen bald eingestellt.

Neue Presse Logo Christian Pack

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