15.01.2012
Shelly begeistert Deutschland
Seßlach/Coburg - „Ich habe einfach Bock, Musik zu machen. Und andere daran teilhaben zu lassen, was Musik einem geben kann.“ So äußerte sich Shelly Phillips im vergangenen Oktober, als sie bei „Unser Star für Baku“ das erste Casting absolviert hatte. Musik, das war schon immer ihre Leidenschaft. Bereits seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Klavier. Später entdeckte Shelly auch noch ihre Liebe fürs Schlagzeug, und das Gitarrespielen brachte sie sich dann mit 15 einfach noch mal eben selber bei.
Fünf Jahre später weiß nun ganz Deutschland, dass die aus Seßlach stammende und inzwischen in Coburg wohnende Shelly Phillips nicht nur viele Instrumente beherrscht, sondern auch klasse singen kann. Zurzeit besucht Shelly noch die Fachoberschule in Coburg, wird dieses Jahr das Abitur machen und anschließend studieren – „sollte mir nicht die Musik in die Quere kommen“. Doch sie sieht das alles ganz entspannt, und geht auch in die nächsten Vorentscheidungen sehr gelassen: Natürlich würde sie gerne für Deutschland in Baku singen – aber wenn es nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.
Ein klares Nein zu DSDS
Eine Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ wäre für Shelly übrigens nie in Frage gekommen. Sie erklärt das aber – höflich und zurückhaltend, wie sie nun einmal ist – nicht mit Kritik an der RTL-Castingshow mit Dieter Bohlen, sondern lieber mit einem Lob für die Show von Stefan Raab: „Wenn Stefan Raab etwas mit Musik macht, hat das immer Niveau“.
Apropos höflich: Im Gespräch mit dem Tageblatt war es Shelly außerordentlich wichtig, allen ihren Fans in Coburg, Seßlach und drumherum „Danke“ zu sagen für die Unterstützung bei der Telefon- und SMS-Abstimmung. Ebenso äußerte sie aber auch eine Bitte: Nachdem sie nunmehr auf einen Schlag in ganz Deutschland bekannt geworden ist, jagten ihr bereits am Freitag sämtliche Medien der Republik hinterher. Ihr privates Handy hat sie deshalb erst einmal ausgestellt. Interviewanfragen werden von einer von der Produktionsfirma beauftragten Agentur koordiniert. Selbstverständlich sind Journalisten aber einfallsreich und versuchen zum Beispiel, über Eltern und Freunde an Shelly heranzukommen. Davon, so Shelly, sollte aber bitte Abstand genommen werden.
Nach den aufregenden Tagen in Köln kann Shelly am Wochenende ohnehin nur ganz kurz durchschnaufen, ehe es dann am Montag zunächst mal wieder ganz normal in der Schule weitergeht. „Danke“ sagt Shelly übrigens auch ihrem verständnisvollen Direktor.
Auftritt bei Kneipennacht
Und zum Thema „ganz normal“: Ganz unbewusst hat so mancher in den vergangenen Monaten vielleicht schon einmal Shelly live gehört. So spielte sie im September 2011 etwa bei der Coburger Museumsnacht und im November 2011 bei der Coburger Kneipennacht.