17.02.2011
Rekord: 8,18 Sekunden
Coburg - Die Zahlen müssen ganz offensichtlich sehr niederschmetternd sein für die beiden muskulösen Männer: 13,49 beziehungsweise 15,41 leuchtet in roter Farbe auf der Anzeigetafel im Aquaria auf. Für die gerade mal 13-jährige Julia waren hingegen nur 13,23 Sekunden gemessen worden. „Das lasse ich nicht auf mir sitzen“, sagt Vater Ralf ein wenig trotzig und besteigt mit forschen Schritten erneut den Rutschturm im Aquaria. „Ja“, sagt er, „diese Zeitmessung spornt an!“
Die neue Attraktion im Coburger Hallen- und Freibad, das bestätigt der stellvertretende Betriebsleiter Michael Jacob, kommt bei jungen wie älteren Besuchern sehr gut an. Und die technische Aufrüstung der 86 Meter langen Rutsche sei auch gar nicht schwierig: eine Lichtschranke oben am Start, eine weitere unten im Ziel – und dazu noch die besagte Tafel, auf der die blitzschnell die gestoppte Zeit verkündet wird.
Gibt’s bald ein Turnier?
An der Riesenrutsche im Neustadter Hallenbad gibt es schon seit längerem eine solche Zeitmessung; es finden sogar regelmäßig Turniere im Wettrutschen statt. Im Aquaria ist so etwas noch nicht angedacht. Allerdings hat Michael Jacob gehört, „dass wohl beim nächsten Studentenschwimmen ein kleiner Wettkampf geplant ist“.
Die Schnellsten schaffen im Aquaria Zeiten um die zehn Sekunden – das bedeutet umgerechnet eine Geschwindigkeit von immerhin fast 40 Stundenkilometern. Im Durchschnitt hält die Stoppuhr bei 12 bis 14 Sekunden an, was auch noch erstaunliche Tempo 30 bedeutet.
Auch wenn er selbst kurioserweise noch gar nicht auf Zeit gerutscht ist, weiß Michael Jacob natürlich, auf was es ankommt, um besonders schnell zu sein. Doch die beste Körperhaltung (Hohlkreuz!) nutzt wiederum nichts, wenn eine lange und somit bremsende Badehose getragen wird. Das hat auch der muskulöse 15,41-Sekunden-Mann erkannt, als er auf Revanche sinnt: „Mit Badehose werde ich das kaum schaffen!“
Tochter Julia hat hingegen – im wahrsten Sinne des Wortes – den Dreh raus: Ihre Bestzeit gelang ihr nämlich auf dem Bauch, was allerdings aus Sicherheitsgründen nicht auf jeder Wasserrutsche erlaubt ist.