14.09.2011
Partner im Klassenzimmer
Wildenheid - Mit Beginn des neuen Schuljahres gibt es in der Neustadter Volksschule Wildenheid eine ganz besondere erste Klasse, die Partnerklasse. Was steckt hinter dem Begriff? Zunächst einmal Monate lange Bemühungen von Eltern von Kindern mit Behinderungen, ihre Kinder im Sinne einer Inklusion in einer normalen Schule einschulen zu lassen.„Wir haben uns für unsere Kinder stark gemacht. Der Weg zum Ziel, eine integrative Klasse in Neustadt einzuführen, war nicht immer einfach, aber wir wurden von vielen Seiten mit Rat und Tat unterstützt“, erinnert sich Daniela Jahn, die Sprecherin der Elterninitiative „Bunte Klasse“.
Kinder helfen Kindern
Selbstverständlich stehen hinter dem Begriff „Partnerklasse“ in allererster Linie die Kinder, die sich in den nächsten Monaten gemeinsam auf den Weg machen, das Schulleben zu erkunden. Partnerschaftlich auf den Weg machen, denn da wo der eine nicht, oder nicht mehr gehen kann, kann vielleicht ein anderes Kind weiterhelfen. Die sechsjährige Jennifer Vrtkovski ist sich jedenfalls jetzt schon sicher, dass sie mit dem ein Jahr älteren Nicolas Jahn keine Schwierigkeiten bekommen wird: „Ich freue mich, endlich in der Schule zu sein. Und ich freue mich in dieser Klasse mit all den anderen Kindern zusammen zu sein. Wir werden gemeinsam bestimmt viel lernen.“
Voller Lob und Anerkennung bedankt sie sich bei den Verantwortlichen, die das Projekt ermöglichten. Allen voran Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) und den Stadträten. Aber auch das Team des integrativen Kindergartens „Farbenfroh“ sowie Andrea Großmann (Frühförderung Coburg) und Katharina Arca (FISCO) setzten sich für das Ziel ein, genauso wie der Schulleiter der Volksschule Wildenheid-Haarbrücken, Reiner Brückner und dessen Kollegium, der Rektor der Coburger Mauritiusschule, Stephan Schwarzenberger mit seinem Team, Hans Sommer, der Tagesstättenleiter in Ahorn und nicht zuletzt Studienrätin Tina Göller-Kronawitter, die eine der beiden Lehrerinnen dieser Partnerklasse ist. Klassenlehrerin und damit Ansprechpartnerin Nummer Eins ist Simone Brückner, die von den Erzieherinnen Carolin Schmidt und Yvonne Ludwig unterstützt wird.
Auch Monika Jahn gehört als Schulassistentin in die Reihe der Fachkräfte, die in diesem Schuljahr für insgesamt 17 Regelschulkinder sowie für sieben Kinder mit Förderbedarf zuständig sind. Eine weitere Assistentin sowie eine Krankenschwester werden demnächst dazustoßen.