08.12.2011

P-Seminar in 3D

P-Seminar in 3D

Coburg - Eine Tüte frisches Popcorn, eine Cola, die 3D-Brille und los geht's mit Gänsehaut, toller Partystimmung aber auch Entspannung: Das P-Seminar AlbertIMAX des Albertinums hatte zu einem außergewöhnlichen Filmabend in die Mensa eingeladen.

Eineinhalb Jahre lang hatten sich dreizehn Schüler mit viel Engagement und Freizeiteinsatz dem "Projektseminar mit Tiefenwirkung" gewidmet. "Im P-Seminar machen die Jugendlichen alles selber", so Betreuer Oberstudienrat Matthias Jäger, der schmunzelnd zugibt, doch leicht nervös gewesen zu sein, "3D heißt einfach doppelt so viel Aufwand, doppelt so viel Zeit, alles ist ganz speziell, nicht umsonst gibt es jährlich weltweit nur wenige neue Produktionen."

Vier tolle Filme

Doch das Ergebnis der Albertiner ist beeindruckend: Eröffnet wird der Reigen der vier Filme mit zartem Vogelgezwitscher, wunderbaren Naturaufnahmen und dem Gefühl eines entspannenden Waldspaziergangs. Durch faszinierende Kameraführung, verstärkt durch 3D, schwebt der Zuschauer förmlich durch den Wald, vernimmt das Rauschen eines Baches und bestaunt die Schönheiten der Natur.

Ebenfalls Natur, doch mit Spannung und Schrecksekunden vermischt, vermittelt der dokumentarische Film über Rosa Völker, ein zwölfjähriges Mädchen, das in den Wäldern Bad Rodachs 1919 aus Geldgier ermordet wurde.

Danach geht es einfach nur um Party, um Stimmung, um anheizende Musik, um Getränke, die in sind und ums Abtanzen und Auspowern. "Play it back" zeigt mit schrillen Farben und tollen Lichteffekten, wie Jugendliche ausgelassen Party feiern. Aber: "Ich dachte nicht, dass es so viel Arbeit wird", meint Mitwirkende Anika, "doch wir hatten auch unwahrscheinlich viel Spaß."

Dass Spaß und hoher Einsatz sich nicht unbedingt widersprechen, bewies die letzte Darbietung "the legend". Spannung pur baut sich auf, als vier Mädchen zum ersten Mal gemeinsam in ein heruntergekommenes Ferienhaus fahren, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen. Doch dort findet sich ein Buch mit einer seltsamen Legende. Es geht um Hexen, Entführungen, explodierte Häuser und am nächsten Morgen ist tatsächlich eine der Freundinnen verschwunden.

Werden die Mädchen es schaffen, sie rechtzeitig zu retten und ihr zu helfen? Das Publikum fiebert mit und bricht in befreiendes Lachen aus, wenn bekannte Schüler in ungewohnter Aufmachung auf der Leinwand erscheinen.

Neue Presse Logo Maja Engelhardt

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