01.12.2010
Nicht mehr ganz dicht
Coburg - Die sogenannten Whirl-Liegen im Aquaria sind ebenso bequem wie beliebt – den Verantwortlichen des Coburger Hallenbades bereiten sie jetzt aber auch Kopfzerbrechen. „An der Unterseite sind mehrere Schweißnähte gerissen“, erklärt Betriebsleiter Rolf Friedel. Dadurch tropfe ständig Wasser hindurch. Eine Reparatur ist kompliziert, weil dazu die komplette Liegenkonstruktion ausgebaut werden muss. „Doch weil die Besucherzahlen in der Vorweihnachtszeit ohnehin erfahrungsgemäß niedrig sind, gehen wir das jetzt an“, so Friedel.
Österreicher am Werk
Am Montag, 13. Dezember, wird eine österreichische Firma beginnen, die defekten Liegen gegen neue auszutauschen. Im Wellnessbecken und im damit verbundenen Außenbecken muss deshalb das Wasser abgelassen werden. Gesperrt wird auch die Riesenrutsche. Bis Weihnachten sollen die Arbeiten fertig und ab 26. Dezember wieder ein normaler Badebetrieb möglich sein (an Heiligabend und am ersten Feiertag ist das Aquaria sowieso geschlossen).
Und wer bezahlt das alles? „Wir teilen uns die Kosten“, sagt Joachim Gronau, der bei der Aquaria-„Mutter“ SÜC fürs Geld zuständig ist: Die besagte Firma aus Österreich, die die Liegen 2004 auch eingebaut hat, übernimmt 12000 Euro, die SÜC 10000 Euro. Viel Geld, doch Gronau macht eine Gegenrechnung auf: „Uns war es wichtig, dass die Reparatur möglichst schnell erfolgt – und nicht erst bei der nächsten Generalwartung des Bades im Mai.“ Denn durch die undichten Schweißnähte gingen derzeit pro Minute zwölf Liter Wasser verloren. Das bedeute pro Tag immerhin einen Verlust von rund 65 Euro, der sich bis Mai auf gut 115000 Euro summieren würde.