14.11.2011
Narren übernehmen Regiment
Coburg - "Idis ahoi", "Zack Zack - Hurra" und "Effect's hutzel hutzel", schallte es am Samstag über den Coburger Marktplatz. Die große Narrenschar des "Dreigestirns" aus Coburger Narrhalla, der Tanzsportgarde Coburger Mohr und den Effect's hatten gemeinsam zum Sturm auf das Rathaus geblasen.
"Seid gegrüßt ihr Närrinnen und Narren, wollt nun ziehen bis Aschermittwoch den städtischen Karren", rief Bürgermeister Norbert Tessmer den Narren zu, die sich auf dem Marktplatz versammelt hatten. Mit Blick auf die Spardiskussion in Coburg meinte Tessmer weiter: "Nehmt nun an euch die städtischen Kassen mit Münz und Schein und glaubt ja nicht, dass ich derzeit darüber wein!" Für die echten Bürgermeister dieser Stadt wäre es nur allzu schön, in der fünften Jahreszeit den neuen Damen und Herren im Rathaus aus der Ferne zuzusehen. Von den Stränden der Kanaren wolle er das närrische Amtsgebaren verfolgen, sagte Tessmer. "Kritik zu äußern, das ist nämlich gar nicht so schwer, die Dinge stets richtig zu machen - das schon eher!"
Manchmal sei man selbst erstaunt, dass schon wieder ein Jahr ins Land gezogen und die Zeit gekommen sei, dass sich alle Coburger Narren vereinen, um gemeinsam das Rathaus zu stürmen und den Regierenden die Macht zu entreißen, verkündete Narrhalla-Präsident Thomas Eck. Prinz Justin I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Lia I. eroberten auf Anhieb die Herzen der Narrenschar, und als sie verkündeten, dass die närrischen Zünfte jetzt durchs Coburger Land ziehen, war ihnen der Applaus der Zuschauer sicher. "Wenn nicht heute, wann dann ist ab heute Programm", riefen Prinz Joachim I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Doris I. vom Rathausbalkon.
"Die närrische Jahreszeit hat endlich wieder begonnen, und mit Freude habe ich dies Amt übernommen", erklärte Gardekönigin Esra I. vom Rathausbalkon den jubelnden Narren. Gerne wolle sie die Tanzsportgarden des Coburger Mohren repräsentieren und sie durch die Faschingszeit führen.
"Wie gern hätten wir die Macht, die so vieles anders macht", wünschte sich Michael Ebert im Namen der Effect's. Das Geld sei knapp, deshalb würde auch bei den Vereinen gespart. Das möchten die Narren ändern.