17.09.2011
Museumsnacht bricht Rekord
Coburg - Das siebte Jahr war für die Coburger Museumsnacht kein verflixtes, sondern ein überaus erfolgreiches: Mit über
12 000 Besuchern verzeichnete die "Nacht der Kontraste" am 11. September 2011 einen neuen Besucherrekord. Sie stand unter dem Titel "Sind Briten da?" ganz im Zeichen von Prinz Albert und England.
Die Veranstalter zogen beim gestrigen Pressegespräch in der Ehrenburg ein überaus positives Fazit. Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer führt den Erfolg nicht nur auf das gute Wetter zurück: "Ständig neue Ideen und Mitwirkende, dazu der günstige Termin zum Ferienende: Das macht die Museumsnacht zum Highlight". Tessmer berichtete, dass die Eintrittsbändchen am Freitag in der Touristeninformation bereits ausverkauft waren: "Das hatten wir auch noch nie."
Der Besucherandrang war enorm. Um nur die Hauptanziehungspunkte zu nennen: Rund 7200 Besucher in der Ehrenburg, über 5600 auf der Veste, 3300 im Naturkundemuseum, 2400 im Staatsarchiv, rund 2000 im Landestheater und Mausoleum. Alle beteiligten Institutionen zeigten sich mit der Resonanz mehr als zufrieden.
Superstimmung
Christine Opitz, mit dem AWO-Treff/Mehrgenerationenhaus zum ersten Mal dabei, berichtete von einer "Superstimmung" und begeisterten Teilnehmern beim britischen Schattenspiel-Mitmachtheater im "Gruselkeller". Mancherorts waren die Kapazitäten erschöpft, etwa in der Ehrenburg, wo sich Kastellan Willy Oberender angesichts der Besuchermenge wegen der Statik und der Feuchtigkeit Sorgen machte. Schon deshalb, so Veranstalter Tessmer, werde das Ergebnis von 2011 "kaum zu toppen" sein.
Zu den Highlights zählten auch die "Coburger Kunstarkaden": Neun Künstler aus der Region, Angehörige der neuformierten Künstlergruppe "Kunst-im-Puls-in-Coburg", stellten in den Bögen des Schlossplatzes jeweils zwei zum Thema Albert und Victoria passende Arbeiten aus. Die Arbeiten aus verschiedenen Metiers wurden einmal im originalen Kleinformat im Ehrenmal, einmal als großformatigem Ausdruck in den Arkaden präsentiert. "Ursprünglich", so erläutert Reinhardt, "sollten Details, die im Kleinen versteckt werden, im Großen greifbar werden. Tatsächlich erwies sich die monumentale Kunstgalerie als Hauptattraktion."
Ihren Eindruck von der Museumsnacht schilderte die gebürtige Coburgerin Dr. Hannelore Römrich, die am Institute of Fine Arts der New Yorker Universität lehrt, in einer E-Mail an Rohm: "Einen überschwänglichen Glückwunsch für die gelungene Organisation einer wunderbaren Museumsnacht. Das Wetter war wie bestellt und es waren Scharen von Menschen unterwegs. So habe ich Coburg noch nicht gesehen!" Eine Meinung, die von vielen anderen geteilt wurde.
Organisatorischer Aufwand
Wie groß der organisatorische Aufwand ist, erläuterte Martin Rohm anhand des neuen Schauplatzes Mausoleum: Damit die Veranstaltung stattfinden konnte, musste noch am Vortag der Museumsnacht eine Nutzungsvereinbarung mit dem Herzoghaus unterzeichnet werden. Treppen wurden ausgeleuchtet, um einen fehlenden Handlauf zu kompensieren. Zwölf Leute waren über sieben Stunden vor Ort präsent. "Froh bin ich über jeden, der sagt: Ich bin dabei, ohne dass ein großer Aufwand vonnöten ist", so Rohm, schon mit Blick auf nächstes Jahr. Denn die Erfolgsgeschichte Museumsnacht soll fortgeschrieben werden.