12.05.2011
Museumsnacht 2011
Coburg - Viele Geheimnisse, auch regionale, werden am kommenden Samstag gelüftet, wenn zum achten Mal eine regionale Museumsnacht im Landkreis Coburg und Südthüringen stattfindet. Die Besucher dürften sich dabei nicht nur auf geschichtliche Beiträge freuen, sondern auch auf kulinarische und musikalische Überraschungen.
„Geheimnisse, Geschichten und Genüsse“, steht in diesem Jahr über der Gemeinschaftsveranstaltung. Passend zum Motto hat jedes der teilnehmenden Museen ein Sonderprogramm vorbereitet. „Bunt und äußerst liebevoll gestaltet“, soll dieses werden, verspricht jedenfalls Veronika Buff (Museum „Neues Schloss“ Rauenstein).
Insgesamt zwölf öffentliche Einrichtungen nehmen heuer an der Museumsnacht teil. Matthias Müller, stellvertretender Dienststellenleiter der Coburger Landesstiftung, spricht deshalb von einer „Rekordbeteiligung“, die den Menschen der Region am Samstag von 18 bis 24 Uhr beste kulturelle Unterhaltung verspricht.
Bei der Museumsnacht kann man dem Rätsel der sagenumwobenen Dunkelgräfin auf den Grund gehen oder herausfinden, was es mit dem Täufling und den Staatsdamen auf sich hat. Im Sonneberger Meeresaquarium „Nautiland“ kann man sogar einer nächtlichen Haifütterung beiwohnen.
Für Kinder haben sich die Museen wieder etwas ganz spezielles einfallen lassen: Die kleinsten Besucher der regionalen Museumsnacht können sich von Magiern verzaubern lassen und mit Taschenlampen auf Schatzsuche gehen. Oder sie spüren mit der Lupe den Geheimnissen einer Porzellantasse nach. „Uns ist es wichtig, auch Kinder an die Museen in ihrer Heimat heranzuführen. Das ist über den spielerischen Weg am besten möglich“, sagt Christel Eppler, Mitarbeiterin im „Zweiländer-Museum“ im thüringischen Streufdorf.
Die Museumsnacht kommt gut an und lockt jedes Jahr mehr Besucher in die Shuttlebusse zu den Museen. Gerade kleinere Einrichtungen nutzen immer mehr diese Plattform, weil sie dort trotz beschränkter Budgets eine gute hervorragende Möglichkeit finden, sich einem breiten Publikum zu präsentieren.
Der Begriff „Region“ ist besonders wichtig für die Veranstalter. Die Verantwortlichen, so wie Schirmherren Christine Zitzmann, sind sich einig: „Eine kreis- und länderübergreifende Zusammenarbeit hat viele positive Seiten.“ Gerade in der ehemaligen Grenzregion rund um Coburg, Sonneberg und Neustadt sei es wichtig, „unabhängig von Grenzen etwas Gemeinsames zu schaffen“, sagt Veronika Buff. Die Rauensteiner Museumsleiterin wünscht sich deshalb, dass die Museumsnacht eine dauerhafte Einrichtung wird. Doch dafür brauche man mehr Unternehmen aus der Region, die sich als Partner für das Projekt einsetzen. Sonst laufe die Museumsnacht als „gute Möglichkeit, um Kulturgeschichte zu vermitteln“ Gefahr, bald von der Bildfläche zu verschwinden.
Kultur verbindet
Die Eisfelder Bürgermeisterin Kerstin Heintz (Die Linke) sieht in der Museumsnacht vor allem den sozialen Aspekt: „Dieses Ereignis macht vor allem für schlecht situierte Familien Kultur erlebbar.“ So schaffe es regionale Geschichte, ein „zwischenmenschlich verbindendes Element“ zu werden.