03.04.2010
Müllabfuhr wird günstiger
Der Coburger Kreistag hat sein selbst gesetztes Ziel erreicht: Die Müllgebühren gestalten sich ab dem kommenden Jahr "in nahezu allen Bereichen günstiger als bisher", wie Landrat Michael Busch zu Beginn der extra zu diesem Thema anberaumten Sitzung feststellte. Gegen sechs Stimmen nahm das Gremium die neue Gebührensatzung an, die ab Januar 2011 in Kraft tritt. Gegen fünf Stimmen wurde die dann ebenfalls geltende neue Abfallwirtschaftssatzung angenommen. Diese gilt nicht für Neustadt, dort regelt die Stadt die Abfallwirtschaft weiterhin in Eigenregie.
Damit zog der Kreistag einen Schlussstrich unter die seit mehr als einem Jahr andauernden Beratungen zur Neukonzeption der Abfallwirtschaft im Landkreis Coburg. Bei der Leerung der grünen und der gelben Tonne bleibt alles wie bisher: Das geschieht alle vier Wochen. Der Restmüll wird alle zwei Wochen abgeholt, jede Abfuhr wird dann einzeln mittels eines in der Tonne angebrachten Chips berechnet. Was dafür bezahlt werden soll, berechnet sich so: Pro Woche und pro Person muss ein Mindestvolumen von zwölf Litern Restmüll vorgehalten werden, das sind zwei Liter mehr als noch in der von der Verwaltung im Februar dem Umweltausschuss vorgeschlagenen Lösung mit zehn Litern.
Dafür stehen vier Mülltonnengrößen (80 Liter, 120 Liter, 240 Liter und 1,1 Kubikmeter) zur Verfügung. Die Haushalte im Landkreis bezahlen je nach Tonnenvolumen eine Grundgebühr von 43,20 bis 424,80 Euro, die Leistungsgebühr pro Leerung beträgt 2,00 bis 20,20 Euro. Leistungsgebühren werden für mindestens 18 und höchstens 26 Abholungen berechnet. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit 80-Liter-Tonne muss ab 2011 also mit Müllgebühren von mindestens 79,20 Euro und höchstens 95,20 Euro gerechnet werden. Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit dann notwendiger 120-Liter-Tonne liegt die Spanne dagegen zwischen 113,40 Euro und 136,60 Euro.
Neu geregelt wird ab Januar 2011 die Sperrmüllabfuhr. Die erfolgt dann auf Abruf zweimal kostenfrei pro Jahr. Eigenkompostierer erhalten in Zukunft keinen Rabatt mehr. Hans-Joachim Lieb von den Freien Wählern appellierte dennoch an alle Haushalte, die Eigenkompostierung aus Gründen des Umweltschutzes beizubehalten.