17.11.2011
Mehr Geld für Abwasser
Bad Rodach - Die Anhebung der Abwassergebühren beschloss der Stadtrat Bad Rodach bei seiner Sitzung am Montagabend einstimmig. Demnach werden für den Kubikmeter Wasser 2,05 Euro statt bisher 1,65 Euro fällig.
In der neuen Entwässerungssatzung ist zudem festgelegt, dass die Gebührenrechnung bereits nach zwei Wochen (vorher vier) fällig wird. Bei der Nutzung eigener Wasserspeicher, etwa eines Brunnens oder einer Regenwasserzisterne, geht die Stadt pauschal pro Person und Jahr von einer Einleitung von 15 Kubikmetern Wasser in das Kanalsystem aus.
Beim neuen Abwassersystem in Mährenhausen und Sülzfeld hat sich der Stadtrat für eine Entwässerung über Druckleitungen entschieden. Die Folge sei, dass Grundstückseigentümer statt für einen Kontrollschacht für einen teureren Abwassersammelschacht zur Kasse gebeten werden müssten, sagte Hauptamtsleiter Uwe Schmidt. Allerdings erhalte die Stadt Zuschüsse für das neue System, sodass dies die Mehrkosten ausgleichen könnte.
Gegen eine Mehrbelastung wandte sich Michael Pertsch (SPD): "Die Eigentümer sollten nicht mehr bezahlen müssen, nur weil wir uns für das Drucksystem entschieden haben."
Bürgermeister Gerold Strobel erinnerte, dass die Entscheidung für die Entwässerung durch Druckleitungen wegen des hohen Grundwasserspiegels in den beiden Stadtteilen notwendig gewesen sei. Mit den Worten "wir finden eine Lösung" signalisierte er, dass auch er eine Mehrbelastung der Eigentümer möglichst vermeiden wolle. Das Thema soll im Bauausschuss noch einmal eingehend erörtert werden.
Kindergarten
Der Kindergarten in Gauerstadt soll um eine Krippengruppe erweitert werden. Der Stadtrat erkannte den Bedarf von zwölf Krippenplätzen an. Weitere 50 Plätze stehen für Kindergartenkinder zur Verfügung.
Der Stadtrat legte weitere Details des Plans für das Baugebiet "Krautgarten" in Breitenau fest, nachdem er bereits den ersten Antrag auf den Bau eines Wohnhauses befürwortet hatte. So soll die Erschließung des Baugebiets über die Wiesenstraße erfolgen. Die Zufahrt endet in einem Wendehammer. Zudem favorisiert das Gremium die Aufteilung in zehn Baurechte mit Grundstücksgrößen zwischen rund 700 und 1000 Quadratmetern.
Was in Breitenau "ohnehin nur noch für Eingeweihte erkennbar" war, so der Bürgermeister, verschwindet jetzt per Stadtratsbeschluss offiziell: Der Fußweg zur Fuchsmühle soll eingezogen werden.
Wie der Bürgermeister bekannt gab, wächst die Zahl der Menschen, die in Bad Rodach einen Arbeitsplatz finden. Die Anzahl der arbeitenden Einwohner sei gegenüber 2009 um rund 100 auf 2462 angestiegen. Einschließlich der Einpendler arbeiteten rund 3700 Menschen im Stadtgebiet.