22.07.2010

Marke "Bad Rodach" schaffen

Marke

Gerold Strobel möchte eine Marke "Bad Rodach" schaffen. Diesem Ziel sind er als Bürgermeister , einige Bürger, Gewerbetreibende, Firmen- und Vereinsvertreter am Dienstagabend ein großes Stück näher gekommen. In einer dreieinhalbstündigen Versammlung haben 43 Männer und Frauen den Verein "Bad Rodach begeistert - Netzwerk für aktive Bürger und eine attraktive Stadt" gegründet; trotz nicht ganz ausgeräumter Bedenken, zum Teil ungewöhnlichen Wahlverständnisses und manch nicht konkret ausgefeilter Formulierung in der Satzun.

Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder Lars Otto, Arndt Feustel und Dieter Weil, die sich gegen Thomas Vinzelberg und Karl Fadler durchgesetzt hattenVertreter. Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Helmut Siegmund (der großen Firmen) und Uwe Zetzmann (Vereine). Zu Revisoren wurden Gisela Roos und Hartmut Seifert bestimmt. Die Vereinsgeschäfte wird die Bad Rodacher Kurgeschäftsführerin Gabriele Lippmann lenken, die Projektleitung übernimmt Martin Rohm.

Ideen für Aktionen sollen in Arbeitskreisen entwickelt werden. Dabei einfließen sollen so auch alle Aktivitäten und Veranstaltungen. Der Verein will bereits jetzt existierendes Engagement keinesfalls bremsen oder gar stoppen.

Bürgermeister Gerold Strobel hatte zur Einleitung der Vereinsgründung betont, dass sich Kommunen wie Bad Rodach in ihrer Gesamtheit positionieren müssten, mit allen Besonderheiten und Stärken: "Wir wollen die Kräfte bündeln, Synergiepotenziale ausschöpfen und die Wahrnehmung am Markt erhöhen, um so Dienstleistungen, Produkten und Tourismus einen starken gemeinsamen Auftritt zu ermöglichen." Die "Marke Bad Rodach" sei deshalb mehr als ein Logo oder gängiger Slogan. Sie stehe für eine Idee, die emotionale Bindung, Bilder und Stimmungen hervorrufen muss. Alle Bad Rodacher, die Bürger und die Wirtschaft, aber auch ihre Gäste sollten von diesem unverwechselbaren Profil Nutzen ziehen.

Weil die Bad Rodacher um ihre Stärken und Qualitäten wüssten, müssten sie sich "über ihre Gemeinsamkeiten definieren", sagte Strobel: "Wir wollen , dass die Marke Bad Rodach dazu hilft, das Vertrauen in die Stadt zu halten und auszubauen." Die Gründung des Netzwerk-Vereins sei somit auch der erste Schritt der Umsetzung des beschlossenen Innenstadt-Entwicklungskonzepts.

Kein Wunder, dass die Stadt deshalb den Verein "Bad Rodach begeistert" finanziell und logistisch unterstützt. Dazu tragen laut Strobel die Eigenbetriebe ThermeNatur, Gasversorgung, Stadtwerke und Stadtverwaltung selbst bei. Konkret heißt das, dass die Stadt Bad Rodach zum Beispiel den Projektmanager Martin Rohm "zielerreichungsabhängig" finanziert.

Bereits im Vorfeld der Vereinsgründung hatten die großen Bad Rodacher Firmen Habermaaß, Valeo und Medical Park Verständnis gezeigt und die Bereitschaft signalisiert, die Bildung und Arbeit des Netzwerks zu unterstützen. Gerold Strobel: "Das betrifft sowohl Man-Power wie Finanzen." Sein Appell deshalb an alle weiteren Bad Rodacher: "Es liegt an uns, aus unserer Heimat etwas zu machen. Dazu braucht es bürgerschaftliches Engagement."

Die Resonanz am Dienstagabend zeigte, dass viele Bad Rodacher dazu bereit sind. Der Vorstand des Netzwerks mit Lars Otto, Arndt Feustel und Dieter Weil an der Spitze wollen noch im Juli mit der Arbeit beginnen. Lars Otto bezeichnete die Vereinsgründung als guten Ansatz, aus dem man das Beste machen müsse: "Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Bürger kommen und sagen: Ja, da trete ich bei!" Dieter Weil wollte gleich loslegen: "Wir machen es einfach. Ich bin der Meinung, dass wir etwas bewegen können." Arndt Feustel pflichtete dem bei: "Der chaotische Anfang spricht dafür, dass es etwas wird."

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