12.05.2011
Jetzt wird's konkret
Coburg - Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) hat einen Brief mit sehr erfreulichen Inhalt erhalten: Das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erklärt darin, dass nach der Schaffung eines entsprechenden Planungstitels im bayerischen Doppelhaushalt nun endlich die konkreten Planungen für die Generalsanierung des Landestheaters vorangetrieben werden können. In einer Pressemitteilung des Rathauses, die gestern Abend versendet wurde, heißt es: „Die ersten Weichen für die Generalsanierung sind damit gestellt!“
Das Staatliche Bauamt Bamberg hat nach Auskunft der Stadt in der Zwischenzeit auch eine Schätzung der Baukosten vorgenommen und diese mit rund 26,6 Millionen Euro veranschlagt. Unter Berufung auf den Staatsvertrag vom 17. Mai 1924 (Hintergrund war der Beitritt des ehemaligen Herzogtums Coburg zu Bayern) soll als nächster Schritt eine Vereinbarung zwischen dem Freistaat und der Stadt Coburg geschlossen werden. In dieser Finanzierungsvereinbarung erklärt sich die Stadt bereit, ein Viertel der Gesamtkosten der Sanierung zu tragen – das wären rund 6,65 Millionen Euro. Dies ist laut dem Schreiben des Ministeriums „eine Voraussetzung für die Genehmigung des Bauantrags und Erteilung des Planungsauftrags“.
Norbert Kastner wird in dem Schreiben gebeten, „zur Vorbereitung einer entsprechenden Vereinbarung“ grundsätzlich die Bereitschaft der Stadt zu signalisieren, die entsprechenden Kosten zu tragen. In der Pressemitteilung des Rathauses wird der OB dazu wie folgt zitiert: „Bei aller Freude über diese Nachricht wird das in Zeiten knapper Kassen natürlich kein leichtes Unterfangen. Aber ich habe dieses Thema bereits am Dienstag bei der Regierung von Oberfranken angesprochen und wegen einer entsprechenden Genehmigung, die wir in der momentanen haushaltslosen Zeit ja brauchen, vorgefühlt“.
Nach den jahrelangen Bemühungen, eine Mittelbereitstellung durch den Freistaat zu erreichen, dürfe sich die Stadt nun „diese Gelegenheit nicht entgehen lassen“, so Kastner.
Erfreut zeigte sich auch der Verwaltungsdirektor des Landestheaters, Wolfgang Vatke: „Das ist genau die Nachricht, auf die wir seit langem warten. Damit haben wir zum ersten Mal schriftlich, dass die bayerische Staatsregierung die Mittel für die dringend notwendige Generalsanierung zur Verfügung stellen wird.“