02.09.2010
ICE-Halt in Coburg
Der ICE über Rödental war eines der Thema bei der Stadtratssitzung am Mittwoch. Ein Sprecher der Deutschen Bahn macht deutlich, dass der ICE ab 2017 fahren wird. Stadtrat Dr. Elmar Palauneck hatte die derzeitige Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Vorhabens angesnprochen. Arno Kryszohn von der DB-Projektbau antwortete: "Das ist nur ein Sommergewitter." Allerdings schob er nach: Es sei denn, das Bundesfinanzministerium macht uns einen Strich durch die Rechnung und stellt nicht die nötigen Mittel zur Verfügung."
Eine weitere Frage von Dr. Palauneck war, wie die Überlebenschance der ICE-Einschleifung nach Coburg aussehe. Die Antwort von Kryszohn: "Jeder zweite ICE wird Coburg anlaufen." Auch hier war eine Einschränkung zu hören: "Es kommt jedoch darauf an, wie das Angebot angenommen wird - und das kann ich derzeit nicht beantworten." Bürgermeister Gerhard Preß tat da seine Zweifel kund: "Die Parkmöglichkeiten vor dem Coburger Bahnhof werden das verhindern. Eine bessere Lösung wäre für ihn ein Landbahnhof direkt an der ICE-Strecke bei Rödental gewesen. Die Baumaßnahme für die weitere Teilstrecke "Coburg-Ost" wird derzeit in Angriff genommen. Sie beginnt an der im Entstehen begriffenen Brücke bei Grub am Forst bis hin zur sogenannten "Soda-Brücke" in Rödental.
Zwei Tunnelbauwerke sind vorgesehen, der Tunnel "Feuerfelsen"(Länge 1043 Meter) mit Unterquerung der A 73 (Fertigstellung 2011) und der Tunnel Rennberg mit einer Länge von 1072 Metern (Fertigstellung 2013). Der Anschlag wird im November 2010 erfolgen.
Zudem sind vier Brückenbauwerke geplant, unter anderem über die Ortsverbindungsstraße Waldsachsen - Cortendorf, was zu Verkehrsbeschränkungen führen dürfte. Die Baustellenräumung wird 2013 erfolgen. Die Kosten dieses Abschnittes sind mit 78 Millionen Euro veranschlagt. Der Probetrieb soll nach Installation der technischen Einrichtungen im Jahr 2016 möglich sein. Vorgesehen sind Zuggeschwindigkeiten von 300 km/h.