31.08.2010
Grünes Band
Das grüne Band startet durch: Nachdem sich der Zweckverband "Grünes Band Rodachtal-Lange Berge-Steinachtal" bereits im November 2008 gründete, fand am Montag im Landratsamt Coburg seine erste Sitzung statt. Möglich macht das Anlaufen des Naturschutzgroßprojekts entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze der Förderbescheid, den der bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder im Juni überreichte.
An dem Termin nahmen neben den Landräten der verschiedenen Landkreise auch Vertreter vom Umweltministerium, den Bauernverbänden und verschiedenen Naturschutzorganisationen teil. Zunächst berichtete Frank Reißenweber, Diplom-Biologe vom Landratsamt Coburg, dass die auf der konstituierenden Sitzung gefassten Beschlüsse umgesetzt werden konnten. So wird sich die Geschäftsstelle des Zweckverbands im Landratsamt Coburg befinden und zusätzlich eine Außenstelle in Hildburghausen eingerichtet.
Das Konto, das eingerichtet wurde, sei mittlerweile "gut gefüllt, nachdem die Anteile der Mitglieder bereits eingegangen sind". Die Projektleiter wurden ebenfalls bereits ausgewählt: "Wir wollten jemanden von der bayerischen und ein Mitglied von Thüringer Seite", erklärte Coburgs Landrat Michael Busch, der Vorsitzende des Zweckverbandes. Im Landratsamt Coburg wird Diplom-Biologe Stefan Bayer als Projektleiter arbeiten. In Hildburghausen übernimmt den Job Martina Gundelwein.
Außerdem wurde bestätigt, dass die im Förderbescheid des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit genannten Behörden und Verbände der projektbegleitenden Arbeitsgruppe angehören sollen. Das sind unter anderem der Bauernverband, Naturschutzverbände, Umwelt- und Naturschutzministerium, aber auch die beteiligten Städte und Gemeinden. "Die Arbeitsgruppen müssen arbeitsfähig sein, deshalb ist es natürlich möglich, Unterarbeitsgruppen zu bilden", erklärte Frank Reißenweber.
Zunächst wird jedoch erstmal ein Pflege- und Entwicklungsplan mit sozioökonomischer Analyse ausgeschrieben. Was sich dahinter verbirgt, weiß ebenfalls Frank Reißenweber: "In der ersten Phase soll das Gebiet beschrieben und konkrete Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Arbeitsgruppen erarbeitet werden." Aufgrund des hohen Finanzvolumens müsse die Aufgabe europaweit ausgeschrieben werden und es hätten bereits elf Interessenten angefragt. Bis Dezember dieses Jahres soll die endgültige Entscheidung gefallen sein.
Außerdem muss noch ein externer Moderator gefunden werden. Diese Stelle wird von der Regierung von Oberfranken ausgeschrieben. Aufgabe des externen Moderators wird sein, die angedachten Maßnahmen mit den Betroffenen Verbänden abzusprechen.
Es gibt also viel zu tun für den Zweckverband Grünes Band. Damit sich die Menschen im Landkreis über die Fortschritte informieren können, wird demnächst eine eigene Internetseite eingerichtet.