30.12.2010
Größer, bunter, lauter
Coburg - An Silvester werden zehntausende Bayern wieder Böller und Raketen zünden. Anders als früher ballern viele aber nicht mehr ohne System, sagte der Sprecher des Bayerischen Einzelhandels, Bernd Ohlmann, am Mittwoch in München. "Die normalen Feuerwerke werden denen der Profis immer ähnlicher", betonte er. So gehe der Trend zu "Batteriefeuerwerken", bei denen einmal gezündet wird und dann verschiedene Raketen und Fontänen automatisch abgefeuert werden.
Je nach Kaufpreis könne so minutenlang am Stück geböllert werden. Verkauft werden dürfen die Feuerwerke von diesem Mittwoch an bis Silvester etwa in Super- und Baumärkten. "Die Verbraucher sind anspruchsvoller geworden. Größer, bunter und lauter muss das Silvesterfeuerwerk sein."
Im Hinblick auf die nahende Silvesternacht weist die Bayerische Schlösserverwaltung darauf hin, dass rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden dürfen. Es besteht erhöhte Brandgefahr: Raketen, Böller und Funkenflug können die historischen Gebäude erheblich gefährden. Die Schlösserverwaltung untersagt deshalb jedes Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen auf den Schlossplätzen und Burginnenhöfen. Das betrifft das Schloss Nymphenburg in München genauso wie den Coburger Schlossplatz. Mit dem Feuerwerks-Verbot sollen auch die Besucher vor möglichen Verletzungen geschützt werden. Erfahrungsgemäß halten bei größeren Menschenansammlungen die Feiernden beim Abbrennen von Feuerwerkskörper leider meist nicht die erforderlichen Sicherheitsabstände ein. Die Schlösserverwaltung appelliert an die Vernunft aller Bürger, die in der Nähe eines Schlosses den Jahreswechsel feiern wollen, und fordert sie auf, sich an das Verbot zu halten. Zudem bittet sie eindringlich, mitgebrachte Gläser und Flaschen wieder mitzunehmen und zu entsorgen. Jedes Jahr verletzen sich Menschen und Tiere an den Scherben aus der Silvesternacht.
Raketen-Verbot
Auf oder in der Nähe von folgenden Grundstücken dürfen keine pyrotechnischen Gegenstände gezündet werden: Schloss Ehrenburg, Veste Coburg, Staatsarchiv Coburg (ehemaliges Zeughaus), Naturkundemuseum, Schloss Rosenau nebst zugehörigen Gebäuden.