01.03.2011

Da tobt der Bär

Da tobt der Bär

Wildenheid - Charme, Spaß und gute Laune. So kann man den 20. Gaudiwurm umschreiben, der sich gestern durch den Neustadter Stadtteil schlängelte. Und das, obwohl Schmuddelwetter für eine ungemütliche Atmosphäre sorgte. Doch das hinderte die zahlreich erschienenen Jecken nicht, dem traditionellen Kinderfaschingsumzug einen würdigen Rahmen zu verleihen. "Helau, Alaaf...", skandierten die bestens gelaunten Faschingsgänger.

Der Bürgerverein Wildenheid, dieses Mal unter der Leitung von stellvertretendem Vorsitzenden Holger Birke, die Volksschule Wildenheid unter Rektor Reiner Brückner sowie die Heubischer Schule unter Rektor Harald Hammerschmidt und ihre vielen Helfer boten den Zuschauern wieder einen Gaudiwurm der Superlative. Bis zum Schluss legten sie Hand an und noch so manche Verbesserung wurde vorgenommen, um den eigenen Wagen, das fetzige Kostüm ins rechte Licht zu rücken.

Und was alles am Sonntagnachmittag dabei war! Die Hauptdarsteller, natürlich Kinder aus Wilhääd und Umgebung, prächtig gelaunt und fast ungeduldig fordernd "Wann geht's denn endlich los?" Pünktlich um 13.13 Uhr setzte sich dann der Tross an der Volksschule in Bewegung und Konfettiregen hüllte die Faschingsgänger ein.

Die Karawane (300 Kinder und 100 Erwachsene auf 33 Motivwagen) schlängelte sich auf bekannten Wegen durch die Ortschaft. Mit dabei natürlich auch das Kinderprinzenpaar Leonie I. (in eigens hierfür gefertigtem Kleid) und Tim II., die sich getrost ihrer Hauptaufgabe widmen konnten - wohlwollend grüßen und huldigen lassen.

Weiter ging"s mit Lokalpatriotischem "Santana in Neustodt, do Ur-Urgroßvater muss a Wilhäädo gowas'n sei", hoher Politik "Mir sen do letzt Rekruten-Rest - but the best. Mir schießn nur noch mit Neustodto Klöß" und natürlich Gutsherrenart nach Guttenberg "mir ham in do Schul öfter ougschriebn, sen mir jetzt ölla Doktern..." Die Kids zelebrierten ihren Auftritt mit sichtlichem Spaß an der Freud. "Die Soda-Brück is lang genug für'n Fluchplatz, für die drei Starts wörd sa halt drei Mal gsperrt", konstatierte die Heubischer Schule lakonisch.

Auch die Hundehaufen wurden angezählt "die künftig Rüdn-Promenade für zwei Leut, dreizehn Hünd und viieel Draack". Zwischen den toll geschmückten Prunkwagen sorgten die altbewährten Kapellen, der Fanfarenzug Neuses und die Samba-Gruppe "Estrella Colorido" für Stimmung pur und heizte den mehreren Tausend Karnevalisten an den Straßenrändern gehörig ein.

Ein rundum gelungenes Ereignis also. Deshalb: Nichts wie hin, wenn's nächstes Jahr wieder heißt: "In Wilhääd tobt der Bär beim Kinnofasching"

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