26.04.2011
Bildung und Teilhabe
Coburg - Bessere Bildungs- und Zukunftschancen für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen – das ist Ziel des Bildungs- und Teilhabepakets. Nach langem politischen Tauziehen ist das Paket der Bundesregierung am 01. April 2011 rückwirkend zum 01. Januar in Kraft getreten. Für fast 3.000 Kinder im Landkreis Coburg können Anträge auf die Leistungen gestellt werden.
Um Kindern aus einkommensschwachen Familien die Teilnahme an kulturellen und sozialen Aktivitäten und den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sieht das Gesetzespaket verschiedene Zuschüsse vor: In Frage kommen z.B. die Kostenübernahme für das Mittagessen in Schule oder Kindertagesstätte, Ausflüge und Klassenfahrten, Kostenübernahme für Schulmaterial und bei Bedarf für den Nachhilfeunterricht aber auch die Mitgliedsbeiträge im Sportverein, Musikunterricht oder die Teilnahme an Freizeiten.
Die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes stehen Kindern aus Familien mit Langzeitarbeitslosigkeit oder Sozialhilfebezug zu, aber auch Kindern aus einkommensschwachen Familien, die Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.
Anträge können bei Beziehern von Arbeitslosengeld II im Jobcenter Coburg Land und für alle Anderen beim Fachbereich Soziale Leistungen im Landratsamt Coburg gestellt werden. Das Antragsformular und ein Informationsblatt sind auch bei den Städten und Gemeinden sowie auf der Homepage des Landratsamtes Coburg (www.landkreis-coburg.de) hinterlegt. Als Ansprechpartner für Rückfragen aller Art stehen Justine Lempa im Jobcenter Coburg Land unter Tel. 09561/ 705- 213 und Bianca Krämer im Landratsamt Coburg unter 09561/ 514- 216 zur Verfügung.
Die Leistungen können auch für den zurückliegenden Zeitraum ab Jahresbeginn gewährt werden. Dazu ist es wichtig, die Anträge bis 30.06.2011 zu stellen.
Landrat Michael Busch begrüßte das Ziel des Gesetzes, Kindern aus einkommensschwachen Familien besseren Zugang zu den Bildungs- und Teilhabeangeboten zu ermöglichen. Gleichzeitig ermutigte er die Eltern, die vorhandenen Angebote für ihre Kinder auch zu nutzen und die entsprechenden Anträge zu stellen. Kein Kind müsse jetzt mehr aus finanziellen Gründen im Abseits stehen. Bildung werde gerade in unserer Region immer wichtiger. „Dabei wollen wir alle Kinder mitnehmen“, so der Landrat. Gleichzeitig versprach er, die bürokratischen Hürden, die das Gesetz leider auch beinhaltet, bei der Umsetzung vor Ort so gering wie möglich zu halten und bot jedwede Hilfestellung an.