02.09.2011

200 Angebote für Familien

200 Angebote für Familien

Coburg - Die Familiencard des Landkreises Coburg ist da. Der Startschuss für die neuartige Struktur, die Familien Vergünstigungen bei einheimischen Einrichtungen und Betrieben einräumt, fiel gestern im Coburger Landratsamt. Ab sofort kann die Familiencard in allen Städten und Gemeinden des Landkreises beantragt werden.Familienfreundlichkeit ist ein häufig genanntes Alleinstellungsmerkmal, wenn es um Hervorhebung von Wohnorten oder Arbeitgebern geht. Der Landkreis Coburg will mit dem Projekt der Familiencard neue Wege gehen und die Anziehungskraft der Region gerade für Familien mit Kindern dokumentieren. Über 200 Angebote wurden unter der Leitung von Jürgen Forscht, Familienbeauftragter des Landratskreises, und André Lomsky gesammelt.

Familie Neumann aus Bad Rodach erhielt die ersten beiden Exemplare der neuen Familiencard. Alle fünf Familienmitglieder sind begeistert von dem neuen Angebot. "Wir werden viele Dinge finden, die uns interessieren", sagt Vater Mathias Neumann. "Bestimmt werden wir etwas Sportliches als Erstes machen", ist sich Mutter Tina Neumann sicher. Den Familien Zeit zu schenken, ist eine der Hauptintention der Familiencard. Eltern oder Großeltern sollen animiert werden, die wenige Freizeit aktiv mit ihren Kindern und Enkeln zu verbringen.

In der Broschüre, die jeder mit der Familiencard erhält, findet sich neben Bekanntem viel Überraschendes: Rabatte bei Angeboten aus Freizeit, Gesundheit, Sport, Kultur und Bildung, etwa für den Bad-, Kino- oder Theaterbesuch oder die verbilligte Mitgliedschaft im Sportverein, werden ergänzt durch Preisnachlässe von lokalen Handwerksbetrieben und Gaststätten.

Nachbarregionen im Boot

Die Vorteile kommen als Sach- oder Dienstleistungen, Rabatte oder Mehrwertgeschenke daher. Sie werden als einmalige oder wiederkehrende Aktion angeboten. Gerade die mehrfache oder regelmäßige Nutzung mache die Leistungen erst familienfreundlich, so Forscht.

Das Angebot beschränkt sich nicht aufs Coburger Land. Auch Einrichtungen und Betriebe in den Nachbarregionen haben die Möglichkeit genutzt, mit familienfreundlichen Angeboten auf sich aufmerksam zu machen. Und das Spektrum ist kein statisches: Derzeit werden über 50 weitere Leistungen vorbereitet, die in Kürze über die Homepage abrufbar sein werden. Michael Busch hofft noch auf die Beteiligung der Stadt Coburg, die wegen der Haushaltssperre vom Projekt abgesprungen war. Bisher namenlos ist das Maskottchen des neuen Angebots. Der Landrat rief einen Ideenwettbewerb zur Namensfindung des Plüschtieres aus. Bis Ende Oktober werden Vorschläge entgegengenommen.

Die Familiencard kann in den Rathäusern der einzelnen Gemeinden beantragt werden. Die Schutzgebühr beträgt fünf Euro. Weitere Infos gibt es unter:

www.diefamiliencard.de

Neue Presse Logo Bettina Knauth