<![CDATA[Region-Coburg.de]]> http://www.region-coburg.de Fri, 03 Feb 2012 07:01:00 +0000 http://www.region-coburg.de/images/logo.gif <![CDATA[Region-Coburg.de]]> http://www.region-coburg.de Zend_Feed de http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss <![CDATA[Video: Narren in Meeder]]> http://www.region-coburg.de/videos/narren-in-meeder/ Narren in Meeder

Video ansehen

Bürgermeister Josef Brunner hatte sich zur Prunksitzung der Faschingsvereinigung Meeder wahrscheinlich schon mal warm angezogen und sich auf einige Seitenhiebe zum Kasperltheater im Rathaus eingestellt. Aber die Narren in Meeder entpuppten sich als gar nicht bissig.

]]>
Wed, 11 Jan 2012 11:18:00 +0000
<![CDATA[Neues Bettenlager]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/bettenlager-neben-fressnapf/ Bettenlager neben Fressnapf

Coburg - "N.I.R." sind die entscheidenden Buchstaben. "Nicht Innenstadt relevant" bedeutet dies und damit hat der Bau- und Umweltsenat des Coburger Stadtrates nichts dagegen, dass eine Filiale des Dänischen Bettenlagers auf der Lauterer Höhe entsteht. Der Senat sprach sich am Mittwochmorgen einstimmig für den Neubau einer Filiale an der Niorter Straße aus. Direkt an das bestehende Gebäude der Firma Fressnapf wird, fast genauso groß, das neue Dänische Bettenlager angedockt. Dagegen wird das Bettenlager am Ortseingang von Dörfles-Esbach aufgegeben, die Mitarbeiter ziehen mit um.

Die Filiale wird eine Gesamtfläche von 1100 Quadratmetern haben, 830 Quadratmeter davon sind Verkaufsfläche, wobei Möbel auf 210, Gartenmöbel und -artikel auf 130 und Betten, Matratzen sowie Teppiche auf einer Fläche von 280 Quadratmetern angeboten werden. Heimtextilien (Bett- und Tischwäsche, Vorhänge) sollen 80 Quadratmetern Käufer finden. Dieses Sortiment jedoch ist "I.R.", soll heißen "Innenstadt relevant". Da allerdings dieser Teil weniger als zehn Prozent der gesamten Verkaufsfläche ausmacht, hatte der Bau- und Umweltsenat nichts gegen die Neuansiedlung des Betriebs auf der Lauterer Höhe.

Nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes für die Lauterer Höhe darf das dort angebotene Sortiment nicht in Konkurrenz zur Innenstadt treten. "Wer aber überprüft, ob diese Vorgaben auch beachtet werden?", fragte Stadtrat Peter Kammerscheid, Freie Wähler. Er wird nicht müde, immer darauf hinzuweisen, "dass die Innenstadt nicht ausblutet".

Im Genehmigungsbescheid für die Filiale, wie für jeden Betrieb auf der Lauterer Höhe, so Joachim Träger vom Stadtplanungsamt seien die Quadratmeterzahlen für die verschiedenen Warenangebote nach dem Bebauungsplan festgeschrieben. Somit habe die Stadtverwaltung die Möglichkeit bei Verstößen einzugreifen. Bislang, so Träger, "hat es keine negativen Ausreißer gegeben".

Naturnahe Gewässer

Abgeschlossen ist jetzt ein Gewässerentwicklungskonzept und eine Gewässerstrukturkartierung für das Stadtgebiet. Im vergangenen Jahr wurden die sogenannten Gewässer dritter Ordnung von einem Bayreuther Büro für ökologische Planungen und Umweltstudien untersucht. Gewässer dritter Ordnung sind Bäche und kleinere Flüsse, für deren Pflege und Unterhalt die Städte und Gemeinden zuständig sind.

Nötig geworden ist die Kartierung wegen einer EU-Richtlinie, wonach bis zum Jahr 2015 ein guter Zustand der Flüsse, Bäche und Seen in der Europäischen Union erreicht werden soll. Die Umsetzung dieser Richtlinie ist nicht zwingend, aber die Bestandsaufnahme der Gewässer einschließlich der Uferbereiche ist nötig, um Zuschüsse aus den verschiedenen Förderprogrammen zu erhalten.

Das Gewässerentwicklungkonzept schlägt vor, in Bächen und Flüssen im Stadtgebiet künstliche Einbauten wie Stufen und Verrohrungen wenn möglich zu entfernen, die Ufer naturnah zu gestalten sowie eine reichhaltige Flora und Fauna an den Ufern zu erhalten.

]]>
Thu, 12 Jan 2012 19:05:00 +0000
<![CDATA[Vakanz in Ahorn]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/vakanz-in-ahorn/ Vakanz in Ahorn

Ahorn - Seit 1975 ist Dr. Jörg Dyllus als Allgemeinmediziner in Ahorn tätig. Zum April dieses Jahres hört er auf. Das sorgt für Unruhe unter den Ortsbürgern und lässt auch Bürgermeister Martin Finzel schlecht schlafen, wie er bei einem Gespräch mit Journalisten betont: "Die Suche nach einem schnellen Nachfolger habe ich zur Chefsache gemacht!" Ein Hausarzt vor Ort ist ein elementarer Teil der Lebensqualität einer Wohngemeinde, betont Finzel.

Durch die direkte Lage an der Stadtgrenze zu Coburg sowie die Stadtbusanbindung bestehe zwar die Möglichkeit, auf Praxen in Coburg auszuweichen, eine volle Versorgung durch einen Allgemeinmediziner vor Ort ist dadurch jedoch nicht zu ersetzen, sagt Finzel. Besonders im Zusammenspiel mit Apotheke, BRK-Sozialstation und dem für die erste Jahreshälfte zur Umsetzung geplanten Konzept der häuslichen Hilfen sei eine enge Verzahnung mit dem Hausarzt unabdingbar.

Eine vorgesehene Nachfolge habe sich Mitte Dezember zerschlagen. Leider blieben viele junge Ärzte nach dem Studium im großstädtischen Milieu, bedauert Martin Finzel. Nun werde mit großem Zeit- und auch finanziellem Aufwand an Lösungen gearbeitet. Dabei arbeite die Gemeinde eng mit Dr. Dyllus zusammen. Unter anderem seien 190 Briefe an niedergelassene Allgemein- und Fachärzte in Stadt und Landkreis versandt worden, um die Suche bekannt zu geben und die Mediziner um Mithilfe zu bitten. Auch habe ein sozial engagierter Ahorner Bürger Unterstützung zugesagt. Ein weiterer habe - wenn alles schiefgehen sollte - Räume angeboten.

Verschiedene Varianten

Allerdings seien die direkten Einflussmöglichkeiten der Gemeinde sehr gering. Die Zuständigkeit der ärztlichen Versorgung liege in den Händen der kassenärztlichen Vereinigung in Bayreuth. Dorthin müssten auch die Bewerbungen geschickt werden. "Wie einen Sechser im Lotto" würde es der Bürgermeister empfinden, ließe sich ein traditioneller Hausarzt finden. Eine längere Vakanz in Ahorn würde auch benachbarte Praxen an ihre Kapazitätsgrenzen bringen. Eine Alternative wäre eine Gemeinschaftspraxis. Wenn alles nichts werden sollte, gebe es noch die Möglichkeit einer Filiale des Medizinischen Versorgungszentrums des Klinikums Coburg.

]]>
Fri, 13 Jan 2012 09:09:00 +0000
<![CDATA[Blitzer-Info - blitzschnell]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/blitzer-info/ Blitzer-Info - blitzschnell

Coburg - In der Blaicher Straße bei der Schule in Kulmbach wird geblitzt. Kai hat’s gerade noch rechtzeitig gemerkt. Er zögert nicht: „Achtung! An der Blaicher Schule wird gelasert!“ tippt er in sein Handy – und in Sekundenschnelle wissen schätzungsweise 1000 Menschen Bescheid.

Kai ist Mitglied in einer Gruppe mit dem Namen „Blitzer in Oberfranken“, die sich im Internet-Netzwerk Facebook organisiert hat. Einziger Zweck der Gruppe: Die anderen Mitglieder warnen, wenn irgendwo eine Radarfalle der Polizei steht.

„Blitzer in Oberfranken“ ist aber nicht die einzige derartige Seite: In etlichen oberfränkischen Orten gibt es bereits eigenständige Facebook-Gruppen, so auch für Stadt und Landkreis Coburg: „Blitzer auf der Stadtautobahn Richtung HUK auf Höhe Callenberger Unterführung! Es wird gerade aufgebaut!“, warnt da etwa Andreas am Montag um 8.33 Uhr die anderen Autofahrer.

Wer nicht Mitglied in der Internet-Community Facebook ist, dem stehen andere Internet-Seiten zur Verfügung: radarfalle.de oder blitzer.de.

Polizei sieht’s gelassen

Handy und iPhone machen’s möglich: Ohne großen technischen Aufwand kann jeder, der so ein Gerät besitzt, Nachrichten ins weltweite Netz stellen – und mit der entsprechenden Ausstattung ist es möglich, an jedem Ort solche Nachrichten abzurufen.

Wenn dann beispielsweise an der Autobahnauffahrt Bayreuth-Nord die Polizei auf die Suche nach Temposündern geht, macht dies „Michael“ der Netzgemeinde bekannt – die vorsichtshalber mal auf die Bremse treten kann.

Ein Ärgernis für die Polizei, der auf diese Weise ins Handwerk gepfuscht wird? „Überhaupt nicht. Wir sehen solche Einträge relativ gelassen“, sagt der Coburger Polizei-Pressesprecher Markus Reißenberger. Zum Teil gebe die Polizei sogar selbst Messstellen bekannt – etwa auf Radio Eins. „Das macht uns die Messungen nicht kaputt.“ Im Gegenteil – durch die Warnungen fahren manche Autofahrer im Bereich der gemeldeten Messstelle langsamer und damit ist ein Ziel der Polizei schon erreicht. „Wir werden jedenfalls nichts unternehmen, um solche Warnungen künftig zu verhindern“, betont Reißenberger.

Während für den Auf- und Abbau eines Radargerätes jeweils 30 Minuten benötigt werden und das Gerät für vier bis sechs Stunden fest an einem Ort installiert wird, ist die Laserpistole innerhalb weniger Sekunden startklar. Die Polizei kann innerhalb kurzer Zeit an verschiedenen Orten kontrollieren. In allzu großer Sicherheit sollte sich die Internet-Gemeinde freilich nicht wiegen. Nicht alles findet den Weg ins Netz. Vorher. Manchmal erst hinterher. So wie im Facebook-Eintrag von „Jan“: „Mich ham se…“

]]>
Fri, 13 Jan 2012 14:20:00 +0000
<![CDATA[Video: Nachruf auf Rudolf Potyra]]> http://www.region-coburg.de/videos/nachruf-auf-rudolf-potyra/ Nachruf auf Rudolf Potyra

Video ansehen

Kurz vor seinem 93. Geburtstag ist der passionierte Musiker, kundige Kritiker und engagierte Pädagoge in seinem Neustadter Haus verstorben. Die Trauerfeier hat auf Wunsch der Angehörigen in der Woche vor Weihnachten im familiären Kreis stattgefunden.

]]>
Sat, 14 Jan 2012 07:00:00 +0000
<![CDATA[Video: Basar mit Rekorderlös]]> http://www.region-coburg.de/videos/basar-mit-rekorderloes/ Basar mit Rekorderlös

Video ansehen

Im zweijährigen Turnus findet an der Staatlichen Realschule in Neustadt ein Weihnachtsbasar statt. Nach stolzen Beträgen in den Vorjahren ist heuer ein neuer Rekord erzielt worden. Insgesamt sechs Einrichtungen können sich über Spenden freuen.

]]>
Sun, 15 Jan 2012 09:12:00 +0000
<![CDATA[Shelly begeistert Deutschland]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/shelly-begeistert-deutschland/ Shelly begeistert Deutschland

Seßlach/Coburg - „Ich habe einfach Bock, Musik zu machen. Und andere daran teilhaben zu lassen, was Musik einem geben kann.“ So äußerte sich Shelly Phillips im vergangenen Oktober, als sie bei „Unser Star für Baku“ das erste Casting absolviert hatte. Musik, das war schon immer ihre Leidenschaft. Bereits seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Klavier. Später entdeckte Shelly auch noch ihre Liebe fürs Schlagzeug, und das Gitarrespielen brachte sie sich dann mit 15 einfach noch mal eben selber bei.

Fünf Jahre später weiß nun ganz Deutschland, dass die aus Seßlach stammende und inzwischen in Coburg wohnende Shelly Phillips nicht nur viele Instrumente beherrscht, sondern auch klasse singen kann. Zurzeit besucht Shelly noch die Fachoberschule in Coburg, wird dieses Jahr das Abitur machen und anschließend studieren – „sollte mir nicht die Musik in die Quere kommen“. Doch sie sieht das alles ganz entspannt, und geht auch in die nächsten Vorentscheidungen sehr gelassen: Natürlich würde sie gerne für Deutschland in Baku singen – aber wenn es nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.

Ein klares Nein zu DSDS

Eine Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ wäre für Shelly übrigens nie in Frage gekommen. Sie erklärt das aber – höflich und zurückhaltend, wie sie nun einmal ist – nicht mit Kritik an der RTL-Castingshow mit Dieter Bohlen, sondern lieber mit einem Lob für die Show von Stefan Raab: „Wenn Stefan Raab etwas mit Musik macht, hat das immer Niveau“.

Apropos höflich: Im Gespräch mit dem Tageblatt war es Shelly außerordentlich wichtig, allen ihren Fans in Coburg, Seßlach und drumherum „Danke“ zu sagen für die Unterstützung bei der Telefon- und SMS-Abstimmung. Ebenso äußerte sie aber auch eine Bitte: Nachdem sie nunmehr auf einen Schlag in ganz Deutschland bekannt geworden ist, jagten ihr bereits am Freitag sämtliche Medien der Republik hinterher. Ihr privates Handy hat sie deshalb erst einmal ausgestellt. Interviewanfragen werden von einer von der Produktionsfirma beauftragten Agentur koordiniert. Selbstverständlich sind Journalisten aber einfallsreich und versuchen zum Beispiel, über Eltern und Freunde an Shelly heranzukommen. Davon, so Shelly, sollte aber bitte Abstand genommen werden.

Nach den aufregenden Tagen in Köln kann Shelly am Wochenende ohnehin nur ganz kurz durchschnaufen, ehe es dann am Montag zunächst mal wieder ganz normal in der Schule weitergeht. „Danke“ sagt Shelly übrigens auch ihrem verständnisvollen Direktor.

Auftritt bei Kneipennacht

Und zum Thema „ganz normal“: Ganz unbewusst hat so mancher in den vergangenen Monaten vielleicht schon einmal Shelly live gehört. So spielte sie im September 2011 etwa bei der Coburger Museumsnacht und im November 2011 bei der Coburger Kneipennacht.

]]>
Sun, 15 Jan 2012 09:19:00 +0000
<![CDATA[Video: Junge Forscher gesucht]]> http://www.region-coburg.de/videos/junge-forscher-gesucht/ Junge Forscher gesucht

Video ansehen

Über ein interessantes Weihnachtsgeschenk konnten sich die Sechstklässler am Neustadter Arnold-Gymnasium freuen. In der Woche vor den Ferien machte dort ein Mobil und seine Besatzung Station, das eine ganze Menge interessanter Experimente im Gepäck hatte.

]]>
Mon, 16 Jan 2012 19:28:00 +0000
<![CDATA[Seßlach will Weltrekord]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/sesslach-will-weltrekord/ Seßlach will Weltrekord

Seßlach - Wie ein Baum gefällt wird, hat Anne Böhm schon gesehen. Schließlich hat der Opa einen Wald. Aber so ein großes Exemplar wie der Christbaum vor dem Seßlacher Rathaus ist schon spektakulär. Eigentlich ist Anne nur mitgekommen, weil ihr Papa bei der Seßlacher Feuerwehr ist. Und die hat am Sonntag den Platz vor dem Rathaus gesichert. Dort machte Gerald Heintze aus dem Weihnachtsbaum einen Klößquirl. Ob es der größte der Welt ist, wird sich zeigen.

"Der Seßlacher Klößquirl schafft den Weltrekord", ist sich der "Gurken-Gerald" ganz sicher. Nachdem vor drei Jahren der Weltrekordversuch mit dem Coburger Weihnachtsbaum aus "Datenübertragungsgründen" gescheitert sei, gehe es nun dem Seßlacher an dem Kragen, sagte das Coburger Original, packte die Sägen aus und legte sogleich Hand an.

Aber warum ist Gerald Heintze aufs Land gegangen? Gefällt ihm der Seßlacher Baum etwa besser als der Coburger? "Ich brauchte eine Luftveränderung", sagte er am Sonntag, und drehte vor dem Rathaus an seinem Leierkasten. Immer mehr Bürger versammelten sich unterdessen auf dem Platz und beobachteten den Mann im Bademantel mit dem sonderbaren Hut auf dem Kopf. Kurzum: Heintze verwandelte die Aktion in ein heiteres Unterhaltsprogramm.

10,47 Meter lang

Die Seßlacher Feuerwehr sorgte für die Sicherheit und beobachtete schmunzelnd das Treiben. Deren Vorsitzender Detlef Beckert war begeistert. "Ich finde es toll, vielleicht schaffen wir ja mit unseren Baum den Rekord", hoffte er. Apropos Baum: Wie groß ist der eigentlich? "13,45 Meter", schätzte Beckert. Als Lkw-Fahrer habe er schließlich einen Blick dafür. "Der ist 11,78 Meter", hielt "Gurken-Gerald" dagegen. Beiden lagen falsch, denn tatsächlich war der Baum nach Fällung und erster groben Messung 10,47 Meter lang, also größer als der Coburger 2009er-Christbaum, der laut Heintze "nur 9,32 Meter" hatte.

Um den ausgedienten Weihnachtsbaum fachmännisch zu fällen, attestierten Dieter Seifert aus Witzmannsberg und Hilmar Zuch aus Coburg. "Wir unterstützen das gerne", sagte Zuch und griff zur Säge. Übrigens stellten früher auf dem Land viele Bürger ihre Quirls tatsächlich aus ausgedienten Christbäumen her. Annes Papa zum Beispiel. "Ich esse gerne Klöße, natürlich selbst gemachte. Mit einem handgemachten Quirl schmecken sie noch mal so gut", war Andreas Böhm überzeugt.

Den Seßlacher Weihnachtsbaum hat Heintze von der Stadt abgekauft. "Mit Kaufvertrag natürlich. Für zwei Euro", informierte Bürgermeister Hendrik Dressel schmunzelnd, der spontan der Aktion zugestimmt hatte. "Wenn wir schon so ein schönes Exemplar haben, dann wird das auch ein Weltrekord", zeigte sich das Stadtoberhaupt überzeugt.

Letzter Schliff

Beim Seßlacher Altstadtfest wird der Baum seinem letzten Schliff erhalten, entrindet und exakt vermessen. Danach sollen die Daten für das Guinnessbuch übermittelt werden. "Dann haben wir einen Weltrekord", ist Heintze überzeugt. Doch Weltrekord hin, Weltrekord her: Unterhaltsam war die Aktion allemal. "Richtig lustig, so etwas gibt es nicht jeden Tag in Seßlach, " sagte Anne Böhm stellvertretend für viele Besucher, die sich köstlich amüsierten.

]]>
Mon, 16 Jan 2012 19:43:00 +0000
<![CDATA[Lineale für Afrika]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/lineale-fuer-afrika/ Lineale für Afrika

Coburg - Zu Beginn können die 40 Kinder aus dem Waisenhaus von Lobogo, einem kleinen Ort im Süden von Benin, mit den Legosteinen nichts anfangen. Mehrere Minuten betrachten sie das bunte Spielzeug mit großen Augen, ohne es anzufassen. Dann trauen sie sich doch. Die Kinder fangen an zu basteln, zu stapeln, zu lachen. "Man kann sich das nicht vorstellen, aber sie kennen Lego oder Playmobil einfach nicht. Ihre Spielzeuge sind Sand und Steine", berichtet Jürgen Werobèl-La Rochelle, der zusammen mit anderen Vertretern der zwei Coburger Lions Clubs das Waisenhaus seit längerem unterstützt.

Seit fünf Jahren fährt eine Delegation in das westafrikanische Entwicklungsland, um den Kindern zu helfen. 2011 hatte sie knapp 30 Kilo Spielzeug im Gepäck. Zuvor wurde bereits die Wasserversorgung sichergestellt und ein Blechdach installiert. "Die Schwestern mussten nachts die Betten verschieben, damit die Kinder nicht eingeregnet werden", begründet Werobèl-La Rochelle die Dacherneuerung.

Neben dem Waisenhaus in Lobogo unterstützen die Lions Clubs auch eine Schule in Toyoyomé. Hier werden knapp 300 Kinder unter schwersten Bedingungen unterrichtet - und das nicht, weil die Schule in der Lagune vor Cotonaou im Wasser auf Pfählen gebaut wurde. "Es herrscht allgemeine Schulpflicht, aber es fehlen die Lehrmaterialien", berichtet Werobèl-La Rochelle. Mit Spendengeldern werden vor Ort Bücher und Hefte gekauft und in der Schule verteilt. "Die Kinder freuen sich immer, wenn wir kommen. Die Begrüßung rührt einen zu Tränen", schildert Werobèl-La Rochelle.

Für die diesjährige 14-Tages-Reise über Ostern werden die sechs Coburger auch Zirkel und Lineale in ihre Rucksäcke packen. Die werden, neben den Spielsachen, derzeit in zwei Coburger Reisebüros gesammelt. Hilfe bei der derzeit laufenden Spendenaktion erhalten die Coburger Lions Clubs vom Leo-Club Coburger Berglöwen. Wie schon 2010 und 2011 hat sich der "Nachwuchs" des Lions Clubs Coburg dazu bereit erklärt, die Spendenaktion zu koordinieren. "Das ist ein wichtiges Projekt. Wir wollen den Alltag der Kinder etwas erleichtern", sagt Christina Kilian.

Die 26-Jährige ist eine von aktuell 14 Berglöwen, die sich in der Vestestadt ehrenamtlich engagieren. Werden nicht gerade Lego, Zirkel und Lineale gesammelt, versuchen die "Leos" mit anderen Aktionen, Bedürftige in der Region zu unterstützen.

So organisieren sie beispielsweise Jahr für Jahr im Mai einen Rosenverkauf. Der Erlös von 700 Euro ging 2011 an den Verein zum Schutz misshandelter Frauen. Zudem betreiben sie regelmäßig einen Stand auf dem Coburger Nachtflohmarkt. Mit dem eingenommenen Geld haben sie in der Vergangenheit unter anderem das ehemalige Eltern-Kind-Café "Kleiner Muck" unterstützt.

50 Kilogramm Gepäck

Die ehrenamtliche Arbeit bei den Berglöwen, berichtet Christina Kilian, ist durchaus zeitaufwendig. "Allerdings lohnt sich jede Minute. Es macht Spaß, und man hilft der Allgemeinheit", sagt sie. Allerdings könnte der Club durchaus Neuzugänge gebrauchen. "Bei uns scheiden bald einige altersbedingt aus. Wir brauchen neue Mitglieder", wirbt Kilian.

Die Spendenaktion für Benin läuft bisher recht gut an. Allerdings wurden, wie Mitarbeiterin Lisa Alkofer bestätigt, im L'TUR-Reisebüro in der Spitalgasse bisher nur Lineale abgegeben. Jürgen Werobèl-La Rochelle hofft, dass sich der eine oder andere Coburger auch noch von seinem Zirkel trennen kann. "Platz haben wir genug. Bei Air France kann jeder Passagier 50 Kilogramm Gepäck mitnehmen. Da passt schon einiges rein."

Für den 71-Jährigen, der längere Zeit beruflich in Westafrika tätig war, bedeutet der Benin-Besuch weitaus mehr als das bloße Überbringen von Spiel- und Schulsachen. "Es ist auch kulturell eine sehr lohnenswerte Reise", sagt er.

Leo-Club Coburger Berglöwen

Der Leo-Club Coburger Berglöwen wurde am 27. April 2006 gegründet. Aktuell zählt er 14 Mitglieder. In Deutschland engagieren sich etwa 2500 Leos in mehr als 150 Clubs. Weltweit gibt derzeit 5720 Clubs. "Leos" sind in der Regel zwischen 16 und 28 Jahre alt. Bei den Leo-Clubs werden Konzepte entwickelt, um Menschen, denen es schlechter geht, zu helfen. Wer sich engagieren will, ist bei den Coburger Berglöwen stets willkommen. Das nächste Treffen findet am 4. Februar um 18.30 Uhr in der Pizzeria Da Mario statt.

Wer das Waisenhaus und die Schule in Benin mit Schul- bzw. Spielsachen unterstützen will, kann dies noch bis zum 5. März tun. Spielsachen werden im DER-Reisebüro (Mauer), Zirkel und Lineale im L'TUR-Reisebüro (Spitalgasse) angenommen.

www.coburg.leo-clubs.de

]]>
Wed, 18 Jan 2012 12:04:00 +0000
<![CDATA[Video: Tell me on a Sunday]]> http://www.region-coburg.de/videos/tell-me-on-a-sunday/ Tell me on a Sunday

Video ansehen

Als „Barbra Streisand“ und „Evita“ feierte sie große Erfolge. Nun bringt Ulrike Barz mit „Tell me on a Sunday“ aus der Feder von Musical-Großmeister Andrew Lloyd Webber erneut schillerndes Broadway-Flair in die Coburger Reithalle.

]]>
Wed, 18 Jan 2012 19:27:00 +0000
<![CDATA[Video: Ungewisse Zukunft]]> http://www.region-coburg.de/videos/ungewisse-zukunft/ Ungewisse Zukunft

Video ansehen

Mit einer kleinen Anmerkung beim Jahresauftakttreffen der CSU/Landvolk-Fraktion im Coburger Kreistag hat der Rödentaler Bürgermeister Gerhard Press für Unruhe gesorgt. Es geht um das Neustadter Krankenhaus, dessen Zukunft aktuell auf der Kippe steht. Dominik Novotny berichtet.

]]>
Fri, 20 Jan 2012 15:55:00 +0000
<![CDATA[Neue Töne in Neustadt]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/neue-toene/ Neue Töne

Neustadt/C. - So randvoll ist das Neustadter Rathaus am Freitagabend beim diesjährigen Neujahrsempfang gewesen, dass einige schon auf ungewöhnliche Methoden zurückgreifen mussten, um in der Menschenmenge ihre Kollegen zu finden: Handys wurden gezückt, um sich von einer Seite des Raums auf die andere zu verabreden. Der eine wartete geduldig am Flügel, bis der andere sich den Weg durch die Massen gebahnt hatte - was durchaus einige Minuten in Anspruch nehmen konnte.

Gänzlich neue Situation

Oberbürgermeister Frank Rebhan freute sich über die zahlreich erschienenen Gäste. In seiner Rede betonte er, dass Neustadt sich in einer gänzlich neuen Situation befinde - einer Situation, deren Chancen es zu nutzen gelte.

Die Arbeitslosigkeit - über viele Jahre eines der drängendsten Probleme vor Ort - liege so niedrig wie selten. Auch seien die überwiegende Zahl der ansässigen Unternehmen und damit auch die Stadt Neustadt im Vergleich sehr respektabel durch die Finanzkrise gekommen, freute sich Rebhan. "Und so sind wir dank gemeinsamer, solider Haushaltspolitik auch in diesem Jahr aus eigener Kraft handlungsfähig." Zudem verfüge die Puppenstadt jetzt über einen eigenen Autobahnanschluss.

Dennoch stehe man vor enormen Herausforderungen, mahnte der Bürgermeister trotz aller Euphorie. Der Fachkräftemangel habe die Region inzwischen erreicht und die demografische Entwicklung sei nicht "wegzudiskutieren". Dadurch gebe es immer weniger Schüler, Klassen und so auch weniger Bedarf an Räumen - jedoch vor dem Hintergrund, dass zunächst die benötigten Ganztagsschulangebote steigen. "Wir stehen vor einem demografischen Strukturwandel", so Rebhan, "der sich einerseits statistisch errechnen und belegen lässt, uns aber andererseits vor Managementaufgaben stellt, die wir so noch nicht bewältigen mussten." Neustadt investiere deswegen personelle Ressourcen in dieses zentrale Thema.

Erfolgsmodell

Ferner prangerte der Bürgermeister minderbezahlte Beschäftigungsverhältnisse an: "Wir reden hier nicht von Luxus. Wir reden hier darüber, dass es zur Würde des Menschen gehört, dass er von seiner Arbeit auch leben kann." Deutschland sei in den letzten 50 Jahren deswegen so erfolgreich gewesen, weil Erfolg und wachsender Wohlstand immer möglichst allen zugute habe kommen sollen. Rebhan freue sich diesbezüglich über die positive Bewegung innerhalb der deutschen Politik, denn die soziale Marktwirtschaft stehe für das Erfolgsmodell der Zukunft.

]]>
Sat, 21 Jan 2012 09:04:00 +0000
<![CDATA[Video: Jugend macht mobil]]> http://www.region-coburg.de/videos/jugend-macht-mobil/ Jugend macht mobil

Video ansehen

Seit Jahren profitieren Sportvereine und Schülergruppen von einem ganz besonderen Transport-Service. Mit den Jugendbussen des Landkreises fahren die Jugendlichen und ihre Betreuer zu Meisterschaften und Wettbewerben. Dank des Engagements mehrerer Sponsoren hat die wertvolle Busflotte Zuwachs bekommen.

]]>
Sun, 22 Jan 2012 09:04:00 +0000
<![CDATA[Video: Treffpunkt CO-KC-LIF]]> http://www.region-coburg.de/videos/treffpunkt-co-kc-lif-2012/ Treffpunkt CO-KC-LIF

Video ansehen

Moderatorin Katja Herrmann fasst die wichtigsten regionalen Ereignisse im Monat Dezember noch einmal zusammen. Ein Schwerpunktthema der Sendung ist die Bedrohung der Demokratie durch rechtsextreme Gruppierungen, die auch im Coburger Land spürbar ist,

]]>
Tue, 24 Jan 2012 06:00:00 +0000
<![CDATA[Heiß begehrte Häuser]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/heiss-begehrte-haeuser/ Heiß begehrte Häuser

Coburg - In der Stadt geht alles. Mit diesen fünf Worten lässt sich die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt in Coburg zusammenfassen. Das gilt sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Häuser. Welchen Makler man auch befragt: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Interessante Objekte werden innerhalb eines Tages vermittelt.

"Das Angebot wird immer dünner", erklärt Makler Christian Cestone von der Firma Lange Immobilien, "vor allem in Coburg und den Stadtteilen." Grob gesprochen lasse sich derzeit alles verkaufen, solange es im Stadtbusbereich liege, so Cestone. Je weiter ein Haus oder eine Wohnung vom Zentrum entfernt stehe, desto geringer seien die Verkaufschancen. "Manche Objekte im Landkreis gehen nur noch über den Preis oder gar nicht", unterstreicht Cestone den Trend in die Städte, der nicht nur für Metropolen, sondern auch für Kleinstädte gelte.

Dabei muss, wer Wohneigentum erwerben will, viel tiefer in die Tasche greifen als noch vor zwei Jahren. "Die Preise sind seitdem um zehn bis 15 Prozent gestiegen", zeigt Cestone auf. Von rund zehn Prozent mehr spricht Michael Holder, Leiter der VR-Bank-Immobilien. Er geht von weiter steigenden Kosten fürs Wohnen in der Stadt in den kommenden fünf bis zehn Jahren aus. "Erst wenn sich die Leute das nicht mehr leisten können, werden auch Häuser im Landkreis wieder stärker gefragt sein", ist er sicher. Bis dahin sucht er "händeringend" nach Objekten in der Stadt. "Es fehlt einfach alles", sagt Holder, "Wohnungen, Grundstücke, Ein- und Mehrfamilienhäuser." Die könnte er derzeit nicht nur an Eigennutzer vermitteln, sondern zunehmend auch an Investoren.

Investoren zurück

Das ist auch die Erfahrung von Makler Michael Leib. Neben dem klassischen Einfamilienhaus im Stadtgebiet, das immer geht, könnte er auch Renditeobjekte wie Miet- und Geschäftshäuser "jeden Tag" verkaufen, wie er sagt. "Aber es sind nur wenige da." Auch Gebäude unter Denkmalschutz seien nicht außen vor, denn hier könne man Investitionen steuerlich absetzen.

Die gleiche Erfahrung hat auch Marcus Seiler, Leiter des Immobiliencenters der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, gemacht: "Den Kapitalanleger gibt es wieder in Coburg." Über viele Jahre sei er nicht dagewesen, aber jetzt dränge er verstärkt auf den Markt. Das Angebot werde immer enger: Erstens, weil Häuslebauer und Käufer sich günstig Geld leihen können, zweitens, weil bereits angespartes Vermögen derzeit kaum Zinsen bringe, und drittens aus Angst vor einer Inflation.

Spezielle Anforderungen

"Der Trend zu Sachwerten ist eindeutig", sagt Seiler und hat dabei nicht nur die klassische Klientel von früher - nämlich Familien - im Blick, sondern auch Senioren. "Altersgerechtes Wohnen ist gefragt", erklärt er und freut sich, dass die Sparkasse gerade eine entsprechende Wohnanlage in Cortendorf anbietet. "Für diese Klientel gibt es in Coburg keine großen Alternativen", meint er.

Auch für eine andere, wesentlich jüngere Gruppe mangelt es in der Stadt an Wohnraum: Studenten. Leo Otte, Leiter von Otte Immobilien, stellt fest: "Ein Studentenwohnheim mit bis zu 100 Appartements, das wäre eine Geldmaschine." Die Nachfrage übertreffe hier sogar die nach regulären Miet- und Eigentumswohnungen. Otte seufzt: "Im Moment verkauft kaum jemand sein Eigentum. Das Angebot ist extrem knapp. Selbst Leute, die aus Coburg wegziehen, vermieten derzeit lieber, als sich von ihrem Eigentum zu trennen." Mangelnde steuerliche Anreize, meint Otte, verhinderten zudem den Bau von neuen Eigentumswohnungen. Doch wer solche plant, der kriegt sie selbst in der Luxusversion an den Mann. Im Moment scheint alles möglich - so auch der Verkauf einer Drei-Zimmer-Wohnung mit rund 104 Quadratmetern für 295 000 Euro. In Coburg bisher eine Selten- wenn nicht gar Unmöglichkeit. Lange Immobilien bietet sie derzeit im "Alten Landratsamt" direkt neben dem Kino an und verzeichnet eine "sehr starke Nachfrage", wie Christian Cestone beteuert. Nach einigen Verzögerungen soll im Frühjahr mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. "Die Wohnungen werden als Altersruhesitz oder Anlage erworben", erklärt er. "Der Preis ist bei dieser Klientel nicht das Entscheidende. Da muss einfach alles passen: Lage, Grün, Aufzug, Garage."

Ein Phänomen

Wer sich diesen Luxus nicht leisten kann oder will, für den hat Michael Leib einen Tipp parat: "Es gibt ein Phänomen in Coburg, das ich mir nicht so recht erklären kann", sagt er. "In ganz Deutschland gehen die Grundstückspreise nach oben, nur bei uns nicht." Sogar im Stadtgebiet, das sonst so gefragt ist, stagnieren sie Leibs Angaben zufolge. "In Scheuerfeld und Creidlitz werden gerade Baugebiete erschlossen", erklärt er. "Die Preise sind hier so konstant wie schon seit Jahren."

]]>
Tue, 24 Jan 2012 17:40:00 +0000
<![CDATA[Video: Kunst im Keller]]> http://www.region-coburg.de/videos/kunst-im-keller/ Kunst im Keller

Video ansehen

Das klingt zunächst nach einer gelungenen Idee in Sachen Kultur-Marketing. Die Neustadter Variante des Projekts hat allerdings mit innovativen Ideen nichts zu tun. Seit Jahren gammeln dort wertvolle Kunstwerke im tristen Keller unter der Thüringisch-Fränkischen Begegnungsstätte vor sich hin.

]]>
Wed, 25 Jan 2012 09:00:00 +0000
<![CDATA[Video: Multikulti in Phantasien]]> http://www.region-coburg.de/videos/multikulti-in-phantasien/ Multikulti in Phantasien

Video ansehen

Eine ganz große Geschichte im Coburger Land hat bereits begonnen. Seit einigen Wochen bereiten sich Laiendarsteller aus mehreren Nationen und Generationen auf ihre ganz persönlichen Rolle in der "Unendlichen Geschichte" nach dem Kultroman von Michael Ende vor. Bei einer Pressekonferenz m Spiegelsaal des Landestheaters wurde das Geheimnis gelüftet.

]]>
Thu, 26 Jan 2012 08:00:00 +0000
<![CDATA[Letzte Hoffnung: ICE]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/letzte-hoffnung-ice/ Letzte Hoffnung: ICE

Coburg - Wer seit 40 Jahren nicht mehr mit der Eisenbahn gefahren ist, fühlt sich im Coburger Bahnhof sofort zu Hause. Zumindest, wenn er im Stechschritt den Eingangsbereich passiert und auf der Suche nach dem Bahnsteig aufmerkt. Unweigerlich bleibt der Blick hängen an kalten kleinen Kacheln, die so nichtgelb sind wie eh und je. Von Farbe mag man nicht sprechen. Ein bisschen Beige an Wintermatsch trifft es vielleicht noch am besten.

Über 22 Stufen geht es zu den Bahnsteigen. Rollstuhlfahrer sind auf starke Hilfe angewiesen. Alleine haben sie keine Chance. Oben schaut es so aus wie schon immer, nur, dass in den mausgrauen Wärterhäuschen niemand mehr seiner Arbeit nachgeht. Was man ihnen auch ansieht. Damit nichts aus der Reihe tanzt, ist selbst die neue Bahnsteigmöblierung mit Windschutz, Bänken und Schaukästen weitgehend grau. Nur die Raucher gibt es inzwischen nicht mehr. Stattdessen neue Sprüche: "Ey Braut, was geht."

Wir wissen nicht, ob der junge Mann noch an sein Ziel gekommen ist und an welches. Man kommt auch vom Coburger Bahnhof sicher überall hin. Besonders erquicklich ist die Wartezeit jedoch nicht. Immerhin: Es gibt eine Bäckerei, deren Duft von Frischgebackenem in die Nase steigt, und an den Snacks im benachbarten Imbiss ist nichts zu meckern. Man sitzt anderswo besser, wie der Coburger so schön sagt. Aber selbst zwischen Mini-Supermarkt im Tankstellen-Format, Computern und Glücksspielautomaten schmeckt die Leberkäs-Semmel. Und gegen Langeweile hat die Buchhandlung gegenüber (beinahe) alles, was des Wartelesers Herz begehrt.

100 Millionen Euro, hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor ein paar Tagen in Coburg gesagt, stünden neuerdings für dringliche Neuerungen an bundesdeutschen Bahnhöfen bereit. Da werden natürlich Begehrlichkeiten wach. Aber bei 5400 Stationen bliebe nach dem Gießkannenprinzip nicht viel übrig für einzelne Maßnahmen. Coburg geht gänzlich leer aus. Eine Bahnsprecherin verweist darauf, dass der Bahnhof in den letzten Jahren einen neuen Anstrich bekommen habe, außerdem eine neue Beleuchtung und neue Vitrinen für insgesamt 220 000 Euro. Das muss erst einmal genügen.

Denn über allem schwebt das große Ganze. Bis 2017 soll das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 8 fertiggestellt sein. Dann soll ein ICE München in rund vier Stunden mit Berlin verbinden, was eine Halbierung der Fahrzeit bedeutet. Coburg liegt direkt an der Strecke, deren Gesamtausbau etwa 13 Milliarden Euro kosten soll. Da liegt es nahe, dass viele von einem regelmäßigen Halt in Coburg träumen - und einem schönen neuen Bahnhof. Doch die Pressesprecherin macht diesbezüglich nicht allzu große Hoffnungen: Zwar sind "in Tagesrandlagen", also wenn die Sonne auf- oder untergeht, ICE-Halte in Coburg vorgesehen. Wie oft und wie lange steht allerdings in den Sternen.

Keine Aufstufung

Ein barrierefreier Umbau wird im Zuge von Umbauarbeiten für den ICE erfolgen. Für Rollstuhlfahrer ist das eine große Erleichterung, allerdings kann die Bahnsprecherin nicht sagen, wann das konkret der Fall sein wird: "im Rahmen der Maßnahme", was also spätestens 2017 bedeutet. Eine Aufstufung des Bahnhofes wird es voraussichtlich nicht geben, da kein direkter Zusammenhang zwischen ICE-Halten und der Kategorisierung von Bahnhöfen besteht. Soll heißen: Auch in Zukunft keine Aufzüge und Fahrtreppen, keine Schließfächer und kein Servicepersonal.

Für viele das größte Ärgernis des Coburger Bahnhofs sind die Parkplätze oder besser: die nicht vorhandenen. Ludwig Frenking hat deshalb eine Beschwerde an die Deutsche Bahn AG verfasst. "Erster Klasse reisen", werbe die Bahn. Aber damit sei es in Coburg nicht weit her. Weil Frenking keine Möglichkeit hat, sein Auto für ein paar Tage vor dem Bahnhof abzustellen, fährt er lieber gleich bis Lichtenfels.

"Der Parkdruck ist zweifelsohne da", sagt Michael Selzer, Pressesprecher der Stadt Coburg. Derzeit liefen Verhandlungen mit der Bahn. Als "Hausnummer" sind 70 Langzeitparkplätze angedacht, wo auch immer, idealerweise so nah wie möglich am Hauptbahnhof. Denkbar ist laut Selzer "alles, was wirtschaftlich Sinn macht". Ob die Bahn baut und sich die Stadt am Defizit beteiligt, oder die Bahn baut und die Stadt das Gelände stellt: "Nichts ist fix, aber wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch zueinander finden."

Wenn nicht, will Ludwig Frenking seine Bahncard nicht verlängern. "Dann fahre ich in Zukunft mit dem Auto. Das geht schneller und vor allem viel bequemer."

]]>
Thu, 26 Jan 2012 18:13:00 +0000
<![CDATA[Video: Optimismus trotz Weltuntergang]]> http://www.region-coburg.de/videos/optimismus-trotz-weltuntergang/ Optimismus trotz Weltuntergang

Video ansehen

Wenn es nach dem Maya-Kalender geht, ist am 21. Dezember Schluss, davon sind einige Esoteriker felsenfest überzeugt. Auch unser Oberbürgermeister thematisierte diese vermeintliche Bedrohung in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang. Der optimistischen Stimmung im Neustadter Rathaus hat das jedenfalls nicht geschadet.

]]>
Fri, 27 Jan 2012 09:00:00 +0000
<![CDATA[Video: Katja Kabanowa]]> http://www.region-coburg.de/videos/katja-kabanowa/ Katja Kabanowa

Video ansehen

Er ist eines der großen Regietalente, international gefragt und arbeitet an hochkarätigen Opernhäusern. Intendant Bodo Busse ist es gelungen, den jungen Alessandro Talevi, Preisträger des Europäischen Opernregiepreises, für die Neuinszenierung der dramatischen Oper „Katja Kabanowa“ von Leos Janacek in die Vestestadt zu holen.

]]>
Sat, 28 Jan 2012 21:31:00 +0000
<![CDATA[Fast perfekter Halt]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/fast-perfekter-halt/ Fast perfekter Halt

Neustadt - Wenn selbst der als äußerst kritisch bekannte Fahrgastverband "Pro Bahn" kaum etwas auszusetzen hat, kommt das quasi einem Kompliment gleich. In der Tat: Alles in allem braucht sich Neustadt wegen des Bahnhofs nicht zu schämen. Gebäude und Umfeld sind nicht nur in einem passablen Zustand, sondern auch von den in ausreichender Zahl vorhandenen Parkplätze (P+R-System) mit nur wenigen Schritten zu erreichen. Einzig der Bahnbetrieb erweist sich für die Fahrgäste in der Praxis als umständlich. Bis auf eine Ausnahme halten oder fahren alle Züge von Gleis 2, was Reisenden einen erheblich längeren Weg zum Bahnsteig abverlangt.

"Pro Bahn" spricht von einem "Schildbürgerstreich". Auf die Bedürfnisse der Nutzer sei mit dem in den Jahren 2004 und 2005 erfolgten Umbau des Bahnhofs keine Rücksicht genommen worden, kritisiert die Interessenvertretung. Gleis 1 liege direkt am Gebäude und erspare Fahrgästen mit Behinderung, Koffern oder Fahrrädern Umwege.

Die Umgestaltung und barrierefreie Erschließung des Neustadter Bahnhofs hat sich die Deutsche Bahn (DB) 2,5 Millionen Euro kosten lassen. Gelände, Gebäude und Bahnsteige machen einen guten Eindruck, den nur einige Schmierereien (Graffitis) etwas trüben. Ein großes Manko ist hingegen das Fehlen von Toiletten. Dafür sind die Wartehäuschen großzügig dimensioniert und bieten ausreichend Sitzgelegenheiten sowie Schutz vor Wind und Regen.

Vorbildlich ist das im Pflaster integrierte Blindenleitsystem. Es beginnt schon am P+R-Parkplatz (35 Stellflächen) und erleichtert Blinden oder in der Sehkraft Eingeschränkten die Orientierung. Überhaupt vermittelt der Neustadter Bahnhof den Eindruck von Sicherheit. Ein Grund dafür sind die zahlreiche Laternen und Lampen, die das Areal und die Gleis-Unterführung gut ausleuchten. Gespart hat die DB auch nicht an Papierkörben. Selbst ein überdachter Fahrradständer für 60 Drahtesel ist vorhanden.

Inzwischen korrigiert hat die Bahn einen "Planungsfehler". Bis vor geraumer Zeit stand der Fahrkartenautomat an Gleis 1. Das war - weil sich der Zugverkehr hauptsächlich an Gleis 2 abspielt - kein idealer, weil entfernter Standort. Jetzt steht er zentral am Zugang zur Unterführung und zur Rollstuhlrampe. Die von vielen Kunden gewünschte Überdachung des Automaten lässt zwar noch auf sich warten, ist aber angedacht.

Direkt im Bahnhofsgebäude befindet sich eine Pizzeria, die dienstags bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet hat. Zudem gibt es im früheren Eingangsbereich ein Stehcafé, bei dem sich Reisende aber nur dienstags bis freitags jeweils von 9 bis 14 Uhr mit Proviant eindecken können. Ein öffentliches Telefon an der Frontseite des Gebäudes rundet das Service-Angebot ab.

"Unser Bahnhof kann sich sehen lassen", sagt Neustadts Bauamtsleiter Richard Peschel. Gute Noten gibt er auch der Zusammenarbeit mit der Bahn: "Wir können nicht klagen."

]]>
Mon, 30 Jan 2012 19:24:00 +0000
<![CDATA[Video: Aus alt mach neu!]]> http://www.region-coburg.de/videos/aus-alt-mach-neu/ Aus alt mach neu!

Video ansehen

Die frühere Oberrealschule heißt jetzt Gymnasium, bei den Volksschulen unterscheidet man mittlerweile Grund- bzw. Hauptschule und letztere wurde am Beginn dieses Schuljahres zur Mittelschule umgetauft. Wer soll da noch durchblicken? Unser heutiger Studiogast auf jeden Fall - schon aus dienstlichen Gründen ...

]]>
Mon, 30 Jan 2012 20:43:00 +0000
<![CDATA["Wiener Wald"-Geschichten]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/ein-hirsch-in-der-not-der-seelen/ Ein Hirsch in der Not der Seelen

Coburg - Was macht der mythische kleine Hirsch bei Horváth, dem sozialkritisch-realistischen Autor aus dem notvollen ersten Drittel des 20. Jahrhunderts? Wir befinden uns im Wiener Wald, in Ödön von Horváths sogenanntem Volksstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“, und da geht es keineswegs nur um die Not der kleinen Leute. Es geht um die Sehnsüchte, Ängste, Hoffnungen, seelischen Abstürze und unermüdlichen Lebensversuche der Menschen. Das macht Horváth, vor allem weil er in so realistisch präzise zeichnender wie poetisch überhöhender Sprache wirkt, aktuell und eindringlich wie eh und je.

„Ich finde, die Not und die Angst und vor allem auch die Gemeinheit breiten sich gegenwärtig wieder machtvoll aus“, beschreibt Gastregisseurin Susanne Lietzow die Motivation für die Inszenierung Horváths am Landestheater Coburg. „Das ist keineswegs nur Spiegelung der 30er Jahre.“ Premiere ist am Samstag im Großen Haus.

Es wird also eher um Seelenbilder gehen in diesem großen Ensemblestück, das Lietzow nicht nur für neun Schauspieler, sondern zusätzlich auch für eine Sängerin, das junge Rödentaler Gesangstalent Julia Mahl, einrichtet. Der Hirsch ist das Alter Ego der unglücklichen Marianne, der Tochter eines kleinen Spielwarenhändlers. Sie soll, das ist doch lange schon klar, den gutmütigen Fleischhauer Oskar von nebenan heiraten, verrennt sich aber in und mit dem elenden Strizzi Alfred. 

Musik und Gesang

Ihr Leidensweg über entwürdigenden Tingeltangel und Gefängnis endet an dem Ort, von dem sie sich befreien wollte und an dem sie hoffnungsvoll aufgebrochen war. Die Geschichte geht so weit noch ganz gut aus, Mariannes Kind ist praktischer Weise gestorben, und Oskar kann sie jetzt doch noch heiraten.

Die Dichte, die Hintergründigkeit, auch die schmerzliche Gemeinheit Horváths, die sich in ironischer Kommentierung und auch viel Sprachwitz äußert, will Susanne Lietzow atmosphärisch leuchten lassen, Horváths Zug ins Überrealistische durch Musik verstärken. Der Wiener Komponist Gilbert Handler, mit dem Lietzow schon lange zusammenarbeitet, hat dazu Musik komponiert. Die wird in der Coburger Inszenierung eingespielt, Julia Mahl in Gestalt des kleinen Hirschs singt live dazu, kommentierend, begleitend. Ausstatterin Marie-Luise Lichtenthal lässt Horváths Panoptikum der Figuren in einem sinnlichen Bühnenraum aus Herbstlaub und fotorealistisch entrückender Malerei auftreten.

Susanne Lietzow inszeniert jetzt zum zweiten Mal in Coburg, nach Lukas Bärfuss „Die Probe“ im Herbst 2010 in der Reithalle. Lietzow ist in Innsbruck und Wien aufgewachsen. Die heute frei arbeitende Regisseurin hat ursprünglich Bildhauerei in New York studiert, entdeckte dann, dass man „Bildhauerei auch auf der Bühne betreiben kann“ und absolvierte anschließend eine Schauspielausbildung in Innsbruck. Es folgten diverse Engagements unter anderem am Schauspielhaus Wien und am Schauspiel Hannover. Parallel dazu hat sie auch inszeniert. 

]]>
Wed, 01 Feb 2012 18:45:00 +0000
<![CDATA[Video: Handballer im Spielrausch]]> http://www.region-coburg.de/videos/handballer-im-spielrausch/ Handaller im Spielrausch

Video ansehen

Nach einem reichlich verkorksten Start in die Saison haben die Handballer vom HSC 2000 Coburg mittlerweile das Ruder herum gerissen und sind mit Riesenschritten ins obere Tabellendrittel marschiert. Am Samstagabend wartete nun ein ganz harter Brocken auf die Gelbschwarzen: Vor Spielbeginn lag das Team vom ESV Lokomotive Pirna in der Tabelle noch knapp vor den Coburgern.

]]>
Wed, 01 Feb 2012 18:57:00 +0000
<![CDATA[Starke Helfer]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/starke-helfer/ Starke Helfer

Neustadt - Die Realschule setzt auf Schulweg-Prävention. In Kooperation mit der Bundespolizei-Inspektion Würzburg ließen sich bereits zahlreiche Schüler zum Bahnbegleiter ausbilden. "Die Schulwegbegleiter sollen die Gefahren auf dem Schulweg erkennen und durch richtiges Verhalten auf ihre Mitschüler einwirken, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen", zeigt Polizeihauptmeister Winfried Felbinger auf.

"Vorfälle gibt es immer wieder. Und da möchte ich meinen Beitrag leisten, dass dabei nichts weiter passiert", erklärt Teilnehmerin Jacqueline Krüger ihre Motivation. Sie ist wie Lisa Gutmann eine der neun Neuen des Kurses: "Wenn ich das jetzige Wissen damals schon gehabt hätte, dann wäre ich sicherlich viel bestimmter und damit erfolgreicher gegen solche Streithähne aufgetreten", erzählt sie.

Auch die Realschule weiß das ehrenamtliche Engagement ihrer Schüler zu schätzen: "Die Schulwegbegleiter sind eine wichtige Säule für Sicherheit auf dem Bahngelände, denn sie sind für andere Schüler erkennbare Ansprechpartner", sagt Konrektor Josef Winter.

Nach der Schulung, die nun mit der Aushändigung der Ausweise endete, müssten die Teenager nun unterscheiden zwischen dem, was sie können, und dem, was sie sich dann wirklich zutrauen, wie Ausbilder Felbinger betont. Er weiß, dass für die Tätigkeit der Schulwegbegleiter viel Fingerspitzengefühl nötig ist.

Was wurde alles gelehrt? "Wir haben rechtliche Grundlagen vermittelt und in Rollenspielen aufgezeigt, wie man sich in der Realität verhalten soll", zeigt Felbinger einen Teil der Seminarinhalte auf, die schließlich in einer theoretischen und praktischen Prüfung abverlangt wurden.

Auch der 17-jährige Denis Greuling war mit von der Partie: "Der Kurs war echt nützlich, denn ich habe tolle Tipps erhalten, wie ich mich bei Vorfällen verhalten soll", sagt er. Er will sein Wissen künftig an Mitschüler weitergeben, sodass viele davon profitieren. Eine positive Erfahrung hat Amelie Rauch bereits gemacht. Sie sagt: "Meine Freunde finden es übrigens gut, dass ich mich so einbringe." Gemeinsam wollen die Schulwegbegleiter ein Vorbild für andere Schüler sein, bei Konflikten nicht weg-, sondern hinzuschauen und einzuschreiten.

Mit Zertifikat

Am Ende der Realschulzeit wird den Teilnehmern ihr ehrenamtliches Engagement mit einem Zertifikat bescheinigt. "Das ist sicher nicht von Nachteil, wenn sich dieser Nachweis in Bewerbungsunterlagen wiederfindet", glaubt Konrektor Josef Winter. Er freut sich, dass an der Realschule noch viele weitere "Bewerber" in den Startlöchern stehen, um die Ausbildung zum Schulwegbegleiter zu durchlaufen. "Wichtig ist die Vorbildfunktion. Die Schulwegbegleiter sollen den anderen regelkonformes Verhalten und Zivilcourage vorleben", bilanziert Polizeihauptmeister Winfried Felbinger. "Das ist der beste Lehrmeister!"

]]>
Thu, 02 Feb 2012 09:51:00 +0000
<![CDATA[Auf die Plätze, fertig, los!]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/auf-die-plaetze-fertig-los/ Auf die Plätze, fertig, los!

Coburg - Die Frisbee-Scheiben waren der Renner, gefolgt von den gelben Luftballons. Nachdem dies und das über das Projekt „Welche Farbe hat dein Spaß?“ erzählt worden war, durften die fünf Sportkoffer – tatsächlich sind es Holzkisten – geöffnet werden. Sogleich kam Bewegung in das Foyer der Heimatringschule. Die Schüler der Ganztagsklassen 1 bis 3 sowie der 1b und 2b nahmen raus, was ihnen zuerst auffiel und fingen an zu spielen. „Mir gefällt die Frisbee-Scheibe am besten und dass eine Spielanleitung mit in der Kiste liegt“, sagte Marcel-Inrico Trommer und war schon wieder weg. Gülay Kaya hatte sich erstes einen Luftballon geschnappt. „Das macht Spaß.“

Die Organisatoren vom Coburger Beirat für Gesundheit waren zufrieden. Genau so haben sie sich das vorgestellt. Astrid Hess von der Aktion „Coburger Kinder in Bewegung“ erläuterte das Konzept: „Die Bewegung soll Teil des Unterrichts werden.“ Doch das ist noch nicht alles. Weil auch Sportvereine sich an dem Projekt beteiligen, gibt es die Möglichkeit, dass Vereinsmitglieder in die Schulen kommen oder die Schüler eingeladen werden. Und die Eltern sollen motiviert werden, mitzumachen und sich auch mehr zu bewegen.

Doch bis es so weit ist, wird in der Schule gespielt. Schulleiterin Adele Beßler sieht darin eine große Chance. „Wenn die Kinder angestrengt über eine längere Zeit gearbeitet haben, ist es gut, mal eine Bewegungspause einzulegen. Dann geht es gleich besser weiter.“ Davon ist auch Hochschulpräsident Michael Pötzl überzeugt. „Bewegung macht glücklich. So kann Schule Spaß machen“, findet er. Die theoretische Grundlage für das Projekt hat Nadine Recknagel vom Studiengang Integrative Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg erarbeitet. Die Hochschule wiederum ist eine Kooperation mit der Heimatringschule eingegangen, wo nun der Startschuss für die Aktion fiel. Beteiligen können sich aber auch andere Schulen. Die einzelnen Gruppen treten in einen Wettbewerb miteinander. Der läuft bis Ende Juni.

„Für jede sportliche Aktion werden auf ein Plakat Punkte aufgeklebt, besondere Aktivitäten auf einer Karteikarte beschrieben oder bildlich dargestellt. Die Karten werden an einer Wäscheleine im Klassenzimmer festgeklammert“, erklärt Astrid Hess. Wäscheleine, Klammern, Karten, Plakat und farbige Punkte zum Aufkleben liegen in den Holzkisten. Und außerdem? „Ein Koordinationsball, der so geformt ist, dass er immer woandershin hüpft, ein Igelball zum Auflockern der Muskulatur, zwei Frisbee-Scheiben, Luftballons und eine Spielanleitung. Doch all das sind nur Anregungen. Mit etwas Fantasie fällt den Gruppen, den Lehrern und Erziehern sicher noch viel mehr ein. Nach fünf Monaten bewegter Schule wertet eine Jury aus, was in den Gruppen passiert ist.Die Besten werden belohnt. Für Juli ist der Abschluss im Rahmen des Grundschulsportfests geplant. Bis dahin hofft auch Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD), dass „in der Region etwas bewegt wird“.

]]>
Thu, 02 Feb 2012 13:57:00 +0000
<![CDATA[Herr Gruber, schauen Sie!]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/herr-gruber-schauen-sie/ Herr Gruber, schauen Sie!

Coburg - Bahnhof ist eigentlich das falsche Wort. Höfisch ist hier nichts mehr, dem herzoglichen Wappen am sogenannten Fürstenbau und der schön proportionierten ovalen Halle zum Trotz. Besser passt das Wort „Verkehrsstation“, das die Bahn selbst verwendet. Denn mehr bietet der Zweckbau nicht: In der Halle die Fahrkartenautomaten, der Zugang zum Servicecenter, links und rechts die Imbissgeschäfte und die Bahnhofsbuchhandlung. Außerdem gibt’s einen Geldautomaten und das Bistro, das bis in die Abendstunden geöffnet hat.

Neu ist die automatische Windfangtür zum Gang unter den Gleisen. Hier hat die Bahn im vergangenen Jahr etwas Geld lockermachen können, dem Konjunkturpaket II sei Dank. 132 Millionen Euro flossen daraus in Bahnhöfe und das Schienennetz in Bayern. Wer sehen will, was die Bahn damit in Coburg getan hat, findet unter www.bahnhof.de/konjunkturprogramm zwei Fotos vom Tunnel unter den Gleisen. Darunter heißt es, dass die Personenunterführungen saniert wurde. „Das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste verbessert sich durch Maßnahmen an der Beleuchtung.“

Weitaus wichtiger wäre aber ein leichterer Zugang zum Gleis und zum Zug. Eine Rollstuhlrampe führt bis in den Bahnhof, aber nicht weiter. Für Rollstuhlfahrer organisieren Rotes Kreuz und ASB den Einstieg in den Zug nach Anmeldung, aber wer mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs ist, muss sehen, wie er zurechtkommt. 2008 sammelten der Seniorenbeirat und Behindertenbeauftragter Johannes Thaben Unterschriften für einen behindertengerechten Bahnhofsausbau. Zwischen 2012 und 2014 sei der möglich, hieß es damals.

Im September 2011 teilte der Bahn-Konzernbeauftragte für Bayern, Klaus Dieter Josel, dem Coburger Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) schriftlich mit, dass der Beginn für den Bahnhofsausbau für 2014/15 terminiert sei, die Fertigstellung für 2016/2017. „Und die Stadt gibt sich damit zufrieden“, schimpft Johannes Thaben. „Den Bahnhof brauchen wir heute schon, nicht erst 2017!“

Im April 2009 teilte die Bahn mit, dass nun die Schließfächer und das seit Jahren kaputte Gepäcktransportband am Gleis 3 in Coburg abgebaut würden. Toiletten hat der Bahnhof auch schon lange nicht mehr – für dringende Geschäfte gibt es die öffentliche Toilette der Stadt am Busbahnhof nebenan, oder man kann im Imbiss an der Halle nach dem Schlüssel fragen.

2017, wenn die ICE-Neubaustrecke in Betrieb geht, soll auch Coburg ICE-Halt werden. Dafür muss zumindest ein Gleis hergerichtet werden. Es gibt deren aber fünf. Marita Nehring, die Nahverkehrsbeauftragte von Stadt und Landkreis, weiß von Überlegungen, alle fünf Bahnsteigkanten auf 55 Zentimeter anzuheben. Das wäre zwar kein ICE-Maß (das beträgt 76 Zentimeter), aber dann wären wenigstens die durch Coburg fahrenden Nahverkehrs- und Expresszüge ebenerdig erreichbar.

Als ICE-Bahnhof bräuchte Coburg außerdem Parkplätze. Doch bislang ist noch nicht einmal klar, ob sie östlich im Bereich der ehemaligen Expressgüter-Abfertigung oder westlich an der B 4 entstehen können.

]]>
Thu, 02 Feb 2012 17:00:00 +0000
<![CDATA[Video: Tempel des Sports]]> http://www.region-coburg.de/videos/tempel-des-sports/ Tempel des Sports

Video ansehen

7 + 1 = 8, so rechneten die Coburger Handballer als sie ihre Spiele noch in der alten Angerhalle austragen mussten und kalkulierten dabei das Publikum als achten Feldspieler mit ein. Eine Steigerung in der neuen Arena schien kaum möglich - und doch ist sie eingetreten! Der Tempel des Sports setzt neue Maßstäbe im Coburger Land.

]]>
Thu, 02 Feb 2012 19:37:00 +0000
<![CDATA[Fall Linda]]> http://www.region-coburg.de/nachrichten/fall-linda/ Fall Linda

Coburg - In der kleinen Scheuerfelder Wohnung, in der Linda H. getötet worden sein soll, sind plötzlich alle Augen auf die Hauptzeugin gerichtet. "Warum erzählen Sie so einen Mist? Das passt nicht zusammen", sagt eine gereizte Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein. Dicht gedrängt stehen etwa 20 Menschen im Wohnbereich und warten auf die Reaktion der 17-Jährigen, die sich zuvor in Widersprüche verstrickt hatte. Auch Jerry J. fixiert seine Ex-Freundin. Die blickt kurz in die Runde und schaut dann mit verschränkten Armen zu Boden. "Ich habe nichts bemerkt. Mir ist nichts aufgefallen", entfährt es der jungen Frau.

Richter Gerhard Amend versucht, die Hauptzeugin zu einer Aussage zu bewegen. "Wenn Sie irgendwann zur Ruhe kommen wollen, müssen Sie die Wahrheit sagen." Doch wie schon zwei Stunden zuvor vor Gericht, bleibt die Frau, die zum Tatzeitpunkt mit dem Angeklagten Jerry J. liiert war, bei ihrer Aussage: Sie habe die Tage nach der Tat in der Wohnung kein Blut entdeckt, auch nicht an Kartons, die im Flur standen. Und auch ihr Freund sei ihr "normal" gegenübergetreten.

Weiße Fliesen

Zuvor schildert Jerry J. in seiner ehemaligen Wohnung detailliert, wie und wo es am 8. April 2011 zur Tat gekommen ist. Neben den Verfahrensbeteiligten und Medienvertretern folgen auch der Vater und die Schwester der Getöteten seinen Ausführungen. Der 21-Jährige erzählt, dass es ein Gerangel gegeben hätte und blickt dabei auf die weißen Fliesen im Wohnraum. "Dann war da der Hammer", sagt Jerry J. und deutet auf die Ablage der Küchenzeile. Im kleinen Flur seien beide irgendwann zu Boden gegangen, "und plötzlich war das Messer da".

Anschließend habe er die Leiche "wie ein Baby" die etwa zehn Meter zur Garage getragen und sie dort in den Kofferraum seines Autos gelegt. Das Blut auf dem Boden habe er mit Decken und Handtüchern beseitigt und die Fliesen mit einem Wischmopp gereinigt. "Hier unten waren ein paar rote Tupfer. Die habe ich mit weißer Farbe übermalt", erzählt der Angeklagte und zeigt dabei auf die weiße Wand im Eingangsbereich. Die restlichen Blutspuren an den Holztüren, vor der Wohnung und in der Garage habe er mit Wasser beseitigt. Auch die Stelle, an der er mit seiner damaligen Freundin Kartons verbrannt hat, zeigt er den Gerichtsvertretern und den Anwälten.

Für Gerichtsmediziner Prof. Dr. Stephan Seidl ist diese Version nicht schlüssig. "Das entspricht alles nicht dem Spurenbild", sagt er. Er hält dem Angeklagten vor, dass es bei derartigen Kopfverletzungen nicht möglich sei, dass Blut nur bis zu einer bestimmten Höhe und nur in geringen Mengen an die Wände gelangt. "Wir haben zum Beispiel keine Wischspuren an der Decke gesehen. Es ist nicht möglich, dass dort kein Blut war, wenn dies hier der Tatort ist." Zudem seien am Reserverad fast genauso viel Blut wie in der Wohnung nachgewiesen worden. Hingegen habe man in der Garage keinerlei Blutspuren gefunden.

Mit dem Taxi zurück

Laut Seidl lässt dies alles nur den Schluss zu, dass die Tat nicht ausschließlich in der Wohnung begangen wurde oder Jerry J. nach den ersten Kopfverletzungen dem Opfer etwas über den Kopf gestülpt hat. "Ich kann nur sagen, dass es so, wie Sie es erzählen, nicht passiert ist", sagt Seidl an Jerry J. gerichtet. Der beharrt aber auf seiner Version. "Es ist so passiert. Aber anscheinend wissen Sie es ja besser!"

Kurz nach 16 Uhr beendet Richter Gerhard Amend die Ortsbegehung in der Wohnung, die mittlerweile wieder vermietet ist. Die Anwälte und Gerichtsvertreter fahren mit Taxis zurück zum Landgericht. Sie werden von einigen Teenagern beobachtet. Als Letzte verlässt die weinende Hauptzeugin mit ihrem Vater und ihrer Anwältin die Wohnung.

]]>
Fri, 03 Feb 2012 07:01:00 +0000