Videos
27.01.2012
Optimismus trotz Weltuntergang
Wenn es nach dem Maya-Kalender geht, ist am 21. Dezember Schluss, davon sind einige Esoteriker felsenfest überzeugt. Auch unser Oberbürgermeister thematisierte diese vermeintliche Bedrohung in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang. Der optimistischen Stimmung im Neustadter Rathaus hat das jedenfalls nicht geschadet. Ansehen
Artikel
26.01.2012
Letzte Hoffnung: ICE
Der Coburger Bahnhof ist kein Schmuckstück. Behinderte kommen nur schwer zu den Gleisen. Langzeitparkplätze gibt es nicht. Zumindest hier besteht Hoffnung.
Lesen
Veranstaltungen
Heute, 18:00
HSC 2000 Coburg - ESV Lok Pirna
Coburg, HUK-Coburg Arena
Heimspiel des HSC 2000 Coburg in der 3. Handball-Bundesliga
Heute, 19:30
Katja Kabanowa
Coburg, Landestheater, Großes Haus
Oper von Leoš Janáček; Libretto nach dem Schauspiel von Alexander Ostrowskijs „Das Gewitter“
Wenn in der Oper Gewitterwolken aufziehen, bedeutet das im Orchestergraben Arbeit für die Trommler, die den Wind peitschen lassenden Geiger und eine Etage höher auf der Bühne meist Drama pur. Wenn gegen Ende der Oper „Katja Kabanowa“, die zwischen 1919 und 1921 entstanden ist, nach langen, lähmenden russischen Sommertagen die ersten Tropfen fallen, meint man das Blut vom Kreuze rinnen zu hören – und die Revolution am Horizont aufmarschieren zu sehen. Katja, die Unterdrückte, die Zerrissene zwischen Liebe, Gehorsam und eigenen Ansprüchen, opfert sich für die Wahrheit und bringt doch kaum Erlösung, sondern Erschrecken und Fassungslosigkeit.
Allein daran mag man erkennen, wie vielschichtig und wie lebensnah diese Oper des Komponisten Leoš Janáček ist. Das Leben wollte der Künstler aus Mähren immer abbilden, seine Figuren zeichnete er mit der Genauigkeit eines Skalpells und schrieb Musik, an der sich die Seele feine Schnitte holt. Die großen Gefühlsausbrüche seiner Protagonisten aber haben heilende Wirkung und sind hoffnungsvolle Hymnen auf das Leben, auf unsere Schwächen und auf die Individualität. Erwarten Sie Onkel Wanja, Doktor Schiwago und Eugen Onegin an einem Abend? Hier werden Ihre Erwartungen übertroffen.
Landestheater Coburg, Premiere am 21. Januar 2012
Heute
Waste
Coburg, Irish Pub, Mauer 2
Seit über sieben Jahren spielen Waste aus der Wagnerstadt Bayreuth mit ihrer Vision von tanzbarem Rock. Groovende Funkrhythmen und innovative Popmelodien paaren sich mit elektrischen Gitarren, während die soulige Stimme von Sänger Steffen mal gefühl-, mal kraftvoll über all dem steht.
Heute, 20:00
First Steps - Black & White
Coburg, Theater in der Reithalle
Ballett junger Choreografen des Landestheaters Coburg
Das Thema „Schwarz & Weiß“ wird die jungen Choreografen in dieser Saison erneut zu eigenen Tanzstücken inspirieren. In der vergangenen Spielzeit war es die Musik Südamerikas, die den Choreografen-Nachwuchs inspirierte und das Publikum begeisterte. Jetzt wollen sich die Tänzer des Coburger Balletts den großen Gegensätzen des Lebens künstlerisch stellen. „It Don’t Matter if You´re Black or White“, sang Michael Jackson wie zur Motivation dieses Projekts.
Ballettchef Mark McClain koordiniert die Ideen seiner Tänzer, die jetzt das Heft in die Hand nehmen. Sie entwickeln tänzerische Ideen und müssen sie selbst mit den Kollegen umsetzen und ihre Visionen in Bewegungen gießen.
Landestheater Coburg, Premiere am 16. Dezember 2011
Heute, 20:00
Über die Schädlichkeit des Tabaks
Coburg, Saal Münchner Hofbräu
Komische Einakter und Szenen von Anton Tschechow
Dass ein Autor nicht immer auch selbst der beste Kritiker seines Werkes ist, zeigt sich exemplarisch im Verhältnis Anton Tschechows zu seinen Einaktern: so bezeichnete er „Der Heiratsantrag“ als „dämliches Vaudevillechen“. Gut, dass sich der Autor irrt: Tschechows Einakter, oft als „Scherz in einem Akt“ untertitelt, sind genau beobachtete Miniaturen über das Beziehungsleben der Menschen – Verhaltensanalysen, die mit verbalem Slapstick im Spannungsfeld zwischen Bindungswunsch und Eigenbrötlerei ein fröhlich-pessimistisches Bild des Menschen zeichnen. Geschrieben zwischen 1885 und 1891, also einige Jahre vor seinen großen Dramen wie „Die Möwe“ oder „Onkel Wanja“, stellen Tschechows Einakter (beispielsweise „Der Bär“, „Der Heiratsantrag“, „Über die Schädlichkeit des Tabaks“, „Tragödie wider Willen“) gleichsam ein vorweggenommenes Satyrspiel zu den elegischen Tragikomödien dar.
Sei es der grobschlächtige „Bär“ Grigori Smirnoff, der in der verhärmten Witwe Jelena Popowa eine Frau erkennt, mit der es sich nicht nur treffl ich streiten, sondern auch lieben lässt; sei es der „Heiratsantrag“, der bei jedem Versuch im Streit endet, sei es der Vortrag über die „Schädlichkeit des Tabaks“, in dem ein Pantoffelheld sich in Rage redet – Tschechows Figuren und Situationen sind immer abgrundtief, sowohl in dem schwarzen Humor, mit dem sie gezeichnet sind, als auch in ihrer Menschlichkeit.
Landestheater Coburg, Premiere am 28. Januar 2012